• 10.03.2010, 13:03:21
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Der Klima- und Energiefonds präsentiert sein Jahresprogramm 2010

Aktiver Klimaschutz von der Forschung bis zur Markteinführung

http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=66&dir=201003&e=20100310_k&a=event
Pressekonferenz zum Jahresprogramm des Klima -und Energiefonds 2010.

Wien (OTS) - Am Mittwoch hat der Klima- und Energiefonds sein
Jahresprogramm 2010 vorgestellt. Die Eigentümervertreter,
Infrastrukturministerin Doris Bures (BMVIT) und Umweltminister Niki
Berlakovich (BMFLUW), haben gemeinsam mit den Klima- und Energiefonds
Geschäftsführern Theresia Vogel und Ingmar Höbarth die
Förderschwerpunkte präsentiert. Das Fördervolumen liegt heuer bei 150
Mio. Euro, die Mittel kommen jeweils zur Hälfte aus dem BMVIT und dem
BMLFUW.

"Energieeffiziente Technologien und umweltfreundliche Mobilität
werden die Gesellschaft der Zukunft bestimmen. Die Leuchttürme
Elektromobilität und die gezielten Schwerpunktsetzungen in der
Energieforschung sorgen dafür, dass Österreich Vorreiter in diesen
Bereichen bleibt. Das sichert den Standort Österreich und schafft
qualitativ hochwertige grüne Jobs", unterstrich
Infrastrukturministerin Doris Bures.

"Unsere Modellregionen der E-Mobilität sind die Vorzeigemodelle
für die Technologien der Zukunft. In den Klima- und
Energie-Modellregionen schaffen wir bereits heute die Voraussetzungen
für die regionale Energieautarkie. Dieses anwendungsorientierte
Wissen kurbelt das Wirtschaftswachstum enorm an und bringt tausende
Green Jobs", betonte Umweltminister Niki Berlakovich.

Der Klima- und Energiefonds setzt durch seine konsequente
Schwerpunktsetzung in den Förderungsbereichen Forschung &
Entwicklung, umweltfreundliche Mobilität und Marktdurchdringung auch
heuer wieder starke Impulse für Österreichs nachhaltige
Energieversorgung und Klimapolitik. Die strategische Ausrichtung des
Fonds steht in engem Zusammenhang mit nationalen und internationalen
klimapolitischen Rahmenbedingungen. Der Fonds verfolgt damit seinen
grundsätzlichen Auftrag, Sofortmaßnahmen zu setzen, die in der
Kyoto-Periode wirken, und dabei mittel- und langfristige
Entwicklungen zu initiieren, um die Klimaziele 2020 und darüber
hinaus (2050) zu unterstützen. Das Ziel dabei ist die Vernetzung von
Wissenschaft und Industrie.

"Die Förderungen des Klima- und Energiefonds sind als gezielte
Anreize zu verstehen. Langfristig gesehen, erwirtschaften die
Projekte ein Vielfaches der Fördersummen, somit sind sie
unverzichtbar für Wirtschaft und Umwelt. Nicht zuletzt leisten sie
auch einen eminent wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung im
Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz", zeigten sich die beiden
Ressortchefs Bures und Berlakovich einig.

Energieforschung sichert Österreichs Energiezukunft

Die 4. Ausschreibung "Neue Energien 2020" baut 2010 auf den
Erkenntnissen der ersten drei Ausschreibungen und den Ergebnissen des
Strategieprozesses 2050 auf. Der Klima- und Energiefonds verfolgt
damit ganz konkret zwei Ziele: Die Fördermaßnahmen sollen langfristig
eine sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche
Energieversorgung für Österreich gewährleisten und technologische
Optionen im Hinblick auf österreichische Spitzentechnologie sichern
und erweitern. Schwerpunktthemen sind: Energiesysteme und Netze
inklusive green ICT (Informations- und Kommunikationstechnologien),
fortgeschrittene Energiespeichertechnologien, Solarthermie,
Photovoltaik und effiziente Fahrzeugsysteme.

Leuchttürme - Elektromobilität made in Austria

Verkehr und Mobilität stehen auch 2010 wieder im Förderfokus des
Klima- und Energiefonds. Die erfolgreich initiierten Programme aus
2009 wie etwa die Leuchtturminitiative der E-Mobilität werden mit
einer zweiten Ausschreibungsrunde fortgeführt. Zielsetzung der
Leuchtturmprojekte ist es, die F&E-Kompetenz in Österreich zu
sichern, den Produktionsstandort Österreich auf den technologischen
Wandel vorzubereiten, Innovationen sichtbar und die tägliche
Anwendbarkeit von alternativen Antrieben im Alltag erlebbar zu machen
- kurzum "E-Mobilität Made in Austria". Ein Beispiel dafür ist das
Projekt emporA welches österreichische Leitbetriebe aus
Fahrzeugindustrie, Infrastrukturtechnologie, Energieversorgung und
Wissenschaft zusammenführt. Mit an Bord z.B. Verbund, Siemens oder
Magna. Hergezeigt und demonstriert werden die Technologien und
Fahrzeuge dabei in Wien im Stadtentwicklungsgebiet Aspern. Darüber
hinaus stehen im Jahresprogramm 2010 Fragestellungen wie innovative
technische Lösungen zur Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs
oder Maßnahmen zur Verlagerung auf umweltfreundliche
Transportsysteme, im Mittelpunkt.

Pionierregionen bei Elektromobilität

Die Modellregionen für E-Mobilität werden weiter fortgeführt. Neu
ist, dass sich heuer auch ländliche Regionen für Förderungen als
Modellregionen für E-Mobilität bewerben können. Die neuen Regionen
können auf den Erfahrungen der bereits realisierten Modellregionen
aufbauen. Mit dem vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt
VLOTTE leistete Vorarlberg Pionierarbeit bei der Einführung der
Elektromobilität in Österreich. Die VLOTTE sorgt mittlerweile nicht
nur regional, sondern auch international für Aufsehen und ist neben
Berlin und London eine der größten Modellregionen für
Elektromobilität in Europa. Das zweite vom Klima- und Energiefonds
geförderte Projekt ElectroDrive in Salzburg ist ebenfalls bereits
Realität. Das Salzburger Geschäftsmodell ist mittlerweile eine Marke
mit Beispielwirkung für ganz Österreich.

Signale mit Beispielwirkung setzen

"Wir fördern Projekte mit großer Signalwirkung aufgrund ganz
bewusst getroffener Entscheidungen. Durch den Multiplikator-Effekt
beispielhafter Projekte kann jeder Förder-Euro um ein Vielfaches
multipliziert werden. So kann der Klima- und Energiefonds
strukturverändernde Impulse geben, ohne die Kassen zu sprengen",
erklärte Ingmar Höbarth, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds,
seine Förderstrategie. Gelungene Förderbeispiele bietet die
Mustersanierungsoffensive des Klima- und Energiefonds: Durch die
energieeffiziente Sanierung der Bipa-Filiale in der Kärntner Straße 3
etwa, konnte der Heizwärmebedarf von 100 Kilowattstunden (KWh) auf 14
KWh gesenkt werden. Diese Filiale dient jetzt als Muster für alle
"Green Stores" weltweit. Rewe selbst wird in Zukunft alle
Bipa-Filialen nach dem Vorbild der Kärntnerstraße 3 sanieren. Ein
weiteres Musterprojekt ist das Wiener Boutiquehotel Stadthalle, das
erste Passivhaus-Stadthotel weltweit. Hier konnte die Vision vom
"Haus als Kraftwerk" verwirklicht werden.

Ausweitung der Modellregionen

Für Markteinführung und Marktdurchdringung moderner,
klimafreundlicher und nachhaltiger Technologien, Produkte und
Dienstleistung bietet der Klima- und Energiefonds auch heuer wieder
ein attraktives und sehr breites Förderspektrum. Das Förderangebot
reicht von Investitionsförderungen im Bereich Photovoltaik und
Gebäudeintegrierter Photovoltaik in Fertighäusern über
"Best-Practice-Mustersanierung" in Gewerbe und öffentlichen Gebäuden
bis hin zu Klima- und Energiemodellregionen. Der Klima- und
Energiefonds hat 2009 bereits 37 Gemeinden als Klima- und
Energie-Modellregionen ausgewählt, welche 437 Gemeinden mit insgesamt
840.000 Einwohnern repräsentieren, und damit ein sichtbares Zeichen
in Richtung Energieautarkie in Österreich gesetzt. Innerhalb von zwei
Jahren werden nun Modellregions-Mangerinnen und Manager unter
Einbindung aller relevanten Faktoren Energie und
Nachhaltigkeits-Konzepte für Ihre Gemeinden und Regionen entwickeln.
Das Förderprogramm sieht dafür eine Reihe von Begleitmaßnahmen vor.
Im Bereich Energieeffizienzberatung wird der
KMU-Energieeffizienzscheck nun mit dem "Energieeffizienzscheck
Landwirtschaft" erweitert.

2009 über 2.700 Projekte in 15 Programmen gefördert

"Für das Jahresprogramm 2010 haben wir die Erfahrungen der voran
gegangen Tätigkeitsjahre des Klima- und Energiefonds einbezogen und
weiter entwickelt, viele der Programme setzen auf bereits bestehende
auf. Im Vorjahr wurden über 2.700 Projekte in 15 Förderprogrammen
gefördert. Wir wollen in den nächsten Wochen mit den ersten
Ausschreibungen 2010 starten, damit setzen wir unsere erfolgreiche
Arbeit im Dienste des Klimaschutzes und der Sicherung einer
nachhaltigen Energieversorgung für Österreich fort", so die
Klimafonds Geschäftsführer Vogel und Höbarth abschließend.

Weitere Informationen unter www.klimafonds.gv.at.

Videos der Pressekonferenz sowie Grafiken zum Jahresprogramm stehen
unter www.klimafonds.gv.at zum Download bereit.

Weitere Bilder unter:
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=66&dir=201003&e=20100310_k&a=event

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Klima- und Energiefonds
Tel. 0043/1/585 03 90 - 29
mailto:[email protected]

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/6046

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KEF

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