- 01.10.2010, 14:29:10
- /
- OTS0278 OTW0278
Social-Media-Aktivitäten im Netz - Kein "Kontrollverlust" befürchtet - BILD/VIDEO
Kunden im Web 2.0 sind "permanente Fokusgruppe" - Wirkungen stehen im Mittelpunkt
Wien (OTS) - Einfach eine Facebook-Seite einzurichten oder
gelegentlich auf Twitter zu posten, ist laut Marketingexperten für
einen nachhaltigen Unternehmenserfolg zu wenig. Es braucht eine
konkrete Strategie und starke Unterstützung durch die
Verantwortlichen. Welche Spielregeln beim Social-Media-Marketing
einzuhalten sind, diskutierten Expertinnen und Experten im Rahmen
einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community gestern,
Donnerstagabend, in Wien.
Laut Sigrid Krupica von Grayling Austria wird die Gruppe der
Konsumenten im Social Web immer größer, auch die Zahl der inaktiven
Nutzer hat sich zwischen 2009 und heuer von 52 auf 17 Prozent
reduziert. Drei der fünf meist besuchten Internetseiten in Österreich
seien bereits Social Networks (Facebook, Wikipedia, YouTube). Sorgen
über einen eventuellen Kontrollverlust von Unternehmen bei
Social-Media-Aktivitäten macht sich Krupica nicht, die Inaktivität
der Firmen in diesem Bereich "ist der eigentliche Kontrollverlust".
Die Kunden im Web 2.0 sieht sie als "permanente Fokusgruppe".
Ausreichende Ressourcen notwendig
Firmen müssten sich im Web 2.0 präsentieren, meinte Christian
Czaak von economyaustria. Hier würden sich besonders Chancen für
Jungunternehmen bieten. Allerdings sollten ausreichende Ressourcen
dafür geschaffen werden. Risiken für die Sicherheit sieht Czaak
hingegen keine. Vielmehr könnten Kontakte günstig erworben werden,
vor allem im Gegensatz zu klassischen Medien.
Für Alf Netek von Kapsch sind Social Media hingegen ein "tolles
Utopia". Die Kunden seien Teil einer "digitalen Horde", zugleich aber
auch clevere Konsumenten, die nach Beziehungen suchen. Entscheidend
für Kundenbeziehungen sei die Authentizität. Zum wirtschaftlichen
Erfolg im Web 2.0 müssten Unternehmen zwei Drittel und Kunden ein
Drittel beisteuern. Im Umgang mit Mitarbeitern spricht er sich für
Social-Media-Guidelines aus, um ganz klar Grenzen in der
Kommunikation aufzuzeigen.
Dass Kommunikation ohnehin passiert - mit oder ohne Social Media -
ist für Chris Budgen von diamond:dogs evident. Lediglich die
Kommunikationskanäle würden sich ändern. Entscheidend sei aber nach
wie vor das Produkt. Im Mittelpunkt würde das "Listening-Prinzip"
stehen. Um die Wirkung von Social-Web-Maßnahmen abschätzen zu können,
braucht es laut Budgen konkrete Handlungsanweisungen. Hier sei das
gesamte Unternehmen, vor allem die Bereitschaft des CEO, gefordert.
Susanne Soumelidis von Microsoft Österreich sieht als wichtigen
Aspekt von Social Media die Geschwindigkeit der Verbreitung.
Unternehmen sollten in diesem Bereich "klein starten", Kampagnen
müssten durchgehend gestaltet werden. Wichtig sei die Überprüfung der
Wirkungen. Als Instrument für Geschäftsabschlüsse seien
Social-Media-Auftritte nicht geeignet, aber umso wichtiger, wenn es
darum geht, Stimmungen in der Community abzuklären. Zentral sei die
Frage der messbaren Reichweite, um die Aktivitäten eines Unternehmens
bewerten zu können. Puncto Sicherheit rät Soumelidis "nicht in die
Rechtfertigungsfalle zu tappen". Zudem gebe es auch Regulative in der
Community.
Potenzial von Mitarbeitern nutzen
Ängste der Führungsspitze, dass die Mitarbeiter im Social Web zu
viele Daten über ihr Unternehmen preisgeben, sind laut Gerhard Laga
von der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) nicht unbegründet.
Mitarbeiter sollten dahingehend gebildet, aber nicht geknebelt
werden. Nur so könne das Potenzial der Angestellten genutzt werden.
Mit Twitter-Feeds habe man bisher positive Erfahrungen gesammelt,
beim jüngsten E-Day der Wirtschaftskammer sei bereits ein Viertel der
Besucher nicht physisch anwesend gewesen.
Die Social-Media-Plattform eines Unternehmens könne von vielen
Gruppen (Journalisten, Web-2.0-Profis, Agenturen) betreut werden,
meinte Alexis Johann von WirtschaftsBlatt Digital. Allerdings sei der
marketingtechnische Nutzen von Web 2.0 noch gering. So seien in den
USA 25 Prozent aller mittelständischen Unternehmen im Social Web
aktiv, konkrete Abschlüsse gebe es allerdings kaum. Generell müsse
eine Nachricht etwas Sensationelles enthalten, um sich via Social
Media rasch zu verbreiten.
Für die Zukunft erwartet Soumelidis ein Nebeneinander aller
bisherigen und neu hinzukommenden Medien, wichtig sei lediglich die
Bewertung. Krupica hielt fest, dass Social Media in Österreich noch
wenig ausgebaut sind. Sie hofft hier auf die "digital natives". Für
Netek muss permanent Verbindung mit dem Zielpublikum hergestellt
werden, entscheidend bleibe die Unterscheidbarkeit. Unternehmen
sollten den Mut haben, "sich für den aktiven Teil dieser
Kommunikation zu öffnen", meinte Budgen. Laga ortet "location based
services" als nächsten logischen Schritt. Hier gelte es aber
Herausforderungen, etwa in puncto Datenschutz, zu meistern. Johann
wiederum verwies auf den Umstand, dass Social-Media-Plattformen
(Beispiel myspace) oft sehr schnell ihren Zenit erreichen und dann
meist von anderen Angeboten abgelöst werden.
SERVICE: Fotogalerie zum Event unter
http://pressefotos.at/m.php?g=1&u=43&dir=201010&e=20101001_e&a=event
Die Plattform
Soziale Netzwerke, mobiles Marketing und Software als
Dienstleistung: Die IT-Welt dreht sich immer schneller. Die seit neun
Jahren existierende E-Business-Community (EBC) hat es sich daher zur
Aufgabe gemacht, Wissen über aktuelle Themen aus der Branche zu
vermitteln und Geschäftskontakte zu erleichtern.
Veranstaltet von APA-MultiMedia, dem Partner für multimedialen
Content und redaktionelles Outsourcing, bildet die EBC ein
schlagkräftiges Netzwerk für erfolgreiches E-Business. Monatliche
Veranstaltungen, bei denen sowohl Impulsreferate als auch
Fachvorträge und Podiumsdiskussionen Platz haben, bilden die ideale
Plattform für Erfahrungs- und Meinungsaustausch.
Die Partner-Unternehmen der E-Business-Community sind:
- A1 Telekom Austria AG www.A1TelekomAustria.at
- Capgemini Consulting Österreich AG www.at.capgemini.com
- CELLULAR GmbH www.cellular.at
- diamond:dogs webconsulting GmbH www.diamonddogs.cc
- economyaustria http://economyaustria.at
- Hewlett-Packard www.hp.com/at
- Kapsch CarrierCom AG www.kapsch.net
- Microsoft Österreich www.microsoft.com/austria
- NAVAX Consulting AG www.navax.at
- NextiraOne www.nextiraone.at
- SAP Österreich GmbH www.sap.at
- UC4 Software GmbH www.uc4.com
- WirtschaftsBlatt Verlag AG www.wirtschaftsblatt.at
- Wirtschaftskammer Österreich www.wko.at
- APA-MultiMedia http://multimedia.apa.at
Anhänge zu dieser Aussendung finden Sie als Verknüpfung im
AOM/Original Text Service sowie im Volltext der Aussendung auf
http://www.ots.at
Rückfragehinweis:
E-Business-Community
Barbara Rauchwarter
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-Mail: [email protected]
http://ebc.apa.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MMM











