SPÖ- und FSG-Frauen starten gemeinsame Kampagne „Wir machen Zukunft“ rund um das Thema Arbeit

Heinisch-Hosek: „Brauchen dringend Lohntransparenzgesetz“ – Plan A-Forderungen zügig umsetzen

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende, Nationalratsabgeordnete Gabriele Heinisch-Hosek, die Frauenvorsitzende der Wiener SPÖ-Frauen, Stadträtin Renate Brauner und die Frauenvorsitzende der FSG im ÖGB Ilse Fetik haben heute, Dienstag, ihre gemeinsame Frühjahrskampagne präsentiert, die unter dem Motto „Wir machen Zukunft“ steht. In den kommenden Wochen werden in ganz Österreich sowie online - vorwiegend erwerbstätige - Frauen zu ihrer Lebenssituation befragt. Die Zukunft der Arbeit vor dem Hintergrund zunehmender Digitalisierung und regionaler Gegebenheiten steht dabei im Mittelpunkt: „Wir wollen mit Frauen über die Chancen und Risiken der Digitalisierung sprechen“, betonte Heinisch-Hosek. Im Herbst sollen die Ergebnisse samt den sich daraus ergebenen Handlungsanleitungen präsentiert werden. ****

Im Rahmen der Kampagne wird über die wichtigsten Forderungen der SPÖ-Frauen informiert: Mehr Lohntransparenz, ein Mindestlohn von 1.500 Euro, eine Frauenquote in Aufsichtsräten privater Unternehmen, ein Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz. „Viele dieser Forderungen finden sich auch im Plan A von Bundeskanzler Christian Kern wieder“, sagte Heinisch-Hosek. Einkommenstransparenz sei ein wirksames Mittel, um Lohnungleichheit zu bekämpfen. Das Einkommenstransparenzgesetz von 2011 sei ein erster wichtiger Schritt gewesen. Der „nächste logische Schritt“ ist für Heinisch-Hosek die Weiterentwicklung zu einem Lohntransparenzgesetz, wie auch im Plan A gefordert, mit dem die Gehälter in einem Betrieb offengelegt werden müssen. Sozialminister Alois Stöger und Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner erarbeiten dazu gerade eine Gesetzesvorlage, „die dann verhandelt werden muss“, berichtete die Bundesfrauenvorsitzende.

Um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, sei mit dem Beschluss zum zweiten Gratis-Kindergartenjahr ebenfalls „ein erster wichtiger Schritt“ gesetzt worden, so Heinisch-Hosek. Ziel müsse allerdings der Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz ab dem 1. Lebensjahr und einheitliche Qualitätsstandards, etwa in Bezug auf Schließzeiten, in allen Bundesländern sein.

FSG-Frauenvorsitzende Fetik betonte, wie wichtig es sei, „so eine Kampagne gemeinsam zu machen“. Um die Lohnschere in Österreich zu schließen und um insbesondere Frauen vor der Armutsfalle zu bewahren, müsse die Plan A-Forderung der  Einführung eines Mindestlohns von 1.500 Euro „zügig erreicht“ werden, so Fetik. „Das ist ein Stundenlohn von 8,67 Euro“ und betreffe etwa auch Kanzlei- oder Ordinationskräfte. Um Frauen berufliche Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen, hält Fetik auch die Einführung einer Frauenquote in Aufsichtsräten privater Unternehmen für notwendig. Die öffentliche Hand habe das vorgemacht und „Unternehmen profitieren von Meinungs- und Kompetenzvielfalt“, stellte Fetik klar.

Wien ist in Sachen Einkommensgleichheit und Frauenförderung österreichweit Vorreiter. Der Lohnunterschied liegt mit 18 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt von rund 23 Prozent. Der beitragsfreie Kindergarten mit wenigen Schließtagen ermöglicht eine echte Vereinbarkeit, öffentliche Auftragsvergaben werden an frauenfördernde Maßnahmen geknüpft, es gibt gezielte Weiterbildungsangebote für Frauen. „Wir haben bereits viel erreicht. Das alles wurde allerdings auch hart erkämpft“, betonte die Wiener SPÖ-Frauenvorsitzende Brauner. Und viel sei noch zu tun, „um echte Gleichstellung zu erreichen“, so Brauner. Die Wiener SPÖ-Frauen – die heuer den Schwerpunkt auf die Themen Arbeit und Netzwerke legen - seien daher mit „Elan bei der Kampagne dabei“, betonte Brauner.

Bei Straßenaktionen, Hausbesuchen und in Betrieben werden SPÖ- und FSG-Frauen Gespräche führen und Befragungen rund um das Thema Arbeit durchführen. Auch sozialdemokratische UnternehmerInnen werden in die Kampagne eingebunden. SPÖ-Frauenvorsitzende Heinisch-Hosek rechnet mit mehreren tausend ausgefüllten Fragebögen und einem repräsentativen Ergebnis. (Schluss) sc/bj

SERVICE: Mehr Informationen zur Kampagne finden sich in Kürze auf der Website der SPÖ-Frauen: www.frauen.spoe.at

Fotos zur Veranstaltung finden Sie auf der Flickr-Seite der SPÖ Frauen: http://tinyurl.com/lnnh9ku

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