Lichtenecker: Forschungsoffensive für Mittelstand jetzt starten

Evaluierung der Forschungsprämie zeigt Schwächen und Handlungsbedarfe

Wien (OTS) - In Hinblick auf die Ergebnisse der Evaluierung der Forschungsprämie, die heute im Ausschuss für Forschung, Innovation und Technologie behandelt wird, führt Ausschussvorsitzende Ruperta Lichtenecker aus: „Die Evaluierung zeigt Stärken und auch die Schwächen der Forschungsprämie, die ein wichtiger Teil der Forschungsförderung ist und innerhalb von fünf Jahren bereits um 50 Prozent und erst im Jahr 20 16 auf zwölf Prozent erhöht worden ist. Die vorliegende Evaluierung zeigt, dass  alleine die zehn größten Unternehmen ein Drittel der Prämie beziehen, 90 weitere Unternehmen ebenfalls ein Drittel beziehen und rund 30 Prozent auf weitere 900 Unternehmen entfallen.“

Lichtenecker schließt daraus, dass es nunmehr an der Zeit ist, die KMUs bei der Förderung von Forschung und Entwicklung verstärkt ins Zentrum zu rücken: „Gerade vor dem Hintergrund von Automatisierung und Digitalisierung stehen die mittelständischen Unternehmen vor großen Herausforderungen. F&E sind dabei zentrale Triebfedern, um die Betriebe in ihrer Innovationskraft zu stärken und damit Arbeitsplätze in Österreich zu schaffen und zu sichern.“

 „Wichtiger als die undifferenzierte Erhöhung der Forschungsprämie ist es, das Instrument der Forschungsprämie so zu gestalten, dass KMUs motiviert werden, verstärkt zu forschen und die Mittel für eine Forschungsoffensive für den Mittelstand gesichert werden“, fordert Lichtenecker und verweist auf weitere Ergebnisse der Studie, wonach lediglich 40 Prozent der Unternehmen zusätzliche Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf Grund der Erhöhung der Prämie im Jahr 2016 von 10 Prozent auf 12 Prozent planen. Die Studie kommt weiters zum Schluss, dass die Forschungsprämie kaum Anreize für zusätzliche F&E Aktivitäten von Unternehmen setze, die bisher wenig oder gar keine Forschung betreiben.

„Aus der Evaluierung ist keine Empfehlung  für die Erhöhung der Forschungsprämie ableitbar“, betont Lichtenecker und nimmt Bezug auf die entsprechenden Aussagen in den Schlussfolgerungen der Studie. Vielmehr braucht es eine „tiefergehende wissenschaftliche Analyse zur Wirksamkeit der Forschungsprämie“ so die Ausführungen in der Studie.

   

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