Holzweg oder Öl-Rausch?

Eigenartige Argumente prägen die politische Diskussion um die Energiezukunft in Niederösterreich

Warum findet es die FPÖ besser, Öl aus Saudi-Arabien oder Nigeria zu importieren, anstatt auf einen heimischen Brennstoff aus unseren eigenen Wäldern zu setzen, der zudem Arbeitsplätze schafft und sichert?
Dr. Christian Rakos
Mit heimischen Holzbrennstoffen zu heizen ist in jeder Hinsicht sinnvoller, als auf importiertes Öl oder Gas zu setzen. Pellets sind kostengünstig, preisstabil, umweltfreundlich und sichern zahlreiche Arbeitsplätze. Sie sind die komfortabelste Art, mit Holz zu heizen und eine ausgezeichnete Alternative zu fossilen Energieträgern.
Dr. Christian Rakos

Wolfsgraben (OTS) - Auf die am 15. März 2017 von der niederösterreichischen FPÖ ausgesandte Pressemitteilung mit dem klingenden Titel „ÖVP auf dem Holzweg“ reagiert Dr. Christian Rakos, Geschäftsführer des österreichischen Pelletverbands, erstaunt. „Warum findet es die FPÖ besser, Öl aus Saudi-Arabien oder Nigeria zu importieren, anstatt auf einen heimischen Brennstoff aus unseren eigenen Wäldern zu setzen, der zudem Arbeitsplätze schafft und sichert?“ 

Ölheizungsverbot im Neubau

Hauptkritikpunkt der Freiheitlichen ist das angestrebte Verbot von Ölheizungen im Neubau ab 2019. Damit gefährde man tausende Niederösterreicher, die in abgelegenen Gegenden auf Heizöl angewiesen seien – so der Tenor. Tatsächlich punkten gerade die ländlichen Gebiete Niederösterreichs mit einer vorbildhaften Infrastruktur und hoher Versorgungssicherheit im Bereich Bioenergie. An sieben Standorten werden in Niederösterreich Pellets erzeugt und flächendeckend als günstige regionale Alternative zu Heizöl angeboten. Zehntausende Haushalte heizen mit Brennholz. Dazu gibt es in Niederösterreich über 700 Nahwärmeanlagen auf Basis von Holzbrennstoffen. Erst vor Kurzem hat eine Studie der österreichischen Energieagentur gezeigt, dass die Nutzung heimischer Bioenergie sieben Mal mehr Arbeitsplätze im Land schafft als die Nutzung von Heizöl. Christian Rakos: „Im Neubau Ölheizungen einzubauen ist ebenso unsinnig, wie neue Kohle- oder Atomkraftwerke zu bauen. Deshalb ist es richtig, dies seitens des Gesetzgebers zu unterbinden.“ 

Pellets als günstige Alternative 

Auch die Behauptung, dass Heizöl der effizienteste und günstigste Energieträger sei, kann sich Christian Rakos nicht erklären.

„Unsere monatlichen Preiserhebungen zeigen, dass der Energiegehalt von Heizöl extraleicht aktuell rund 47 % mehr kostet als der von Holzpellets. Erdgas ist sogar 68 % teurer. Im Zehnjahresvergleich der verschiedenen Energieträger wird außerdem deutlich, wie preisstabil Pellets im Vergleich zu fossilen Brennstoffen sind.“

Import und Export – ein sinnvoller Kreislauf

Die Importe von Pellets nach Österreich mit dem Import fossiler Energieträger zu vergleichen und als scheinbares Argument gegen Biomasse zu verwenden, ist ebenfalls nicht stichhaltig. In Summe produziert Österreich mehr Pellets, als im Inland benötigt werden. Dennoch können Importe sinnvoll sein, beispielsweise wenn damit Transporte reduziert werden. So ist es sinnvoller, in Oberösterreich Pellets aus Bayern zu beziehen, als diese aus Tirol herzuführen. Die meisten der nach Österreich importierten Pellets stammen aus Sägewerken österreichischer Unternehmen in Nachbarländern wie Deutschland, Tschechien oder Rumänien. Diese Pellets weisen zu 95 Prozent eine ENplus-Zertifizierung auf, welche höchste Qualität garantiert. 

Christian Rakos resümiert: „Mit heimischen Holzbrennstoffen zu heizen ist in jeder Hinsicht sinnvoller, als auf importiertes Öl oder Gas zu setzen. Pellets sind kostengünstig, preisstabil, umweltfreundlich und sichern zahlreiche Arbeitsplätze. Sie sind die komfortabelste Art, mit Holz zu heizen und eine ausgezeichnete Alternative zu fossilen Energieträgern.“ 

Die Studie zu Wertschöpfung dank Biomasse: 
http://www.waermeausholz.at/erneuerbar/heimische-wertschoepfung/

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Christian Rakos
Geschäftsführer, proPellets Austria

rakos@propellets.at
+43 664 5146412

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