144 Organisationen: Regierungsspitze soll Nachhaltigkeitsziele endlich umsetzen!

Kanzler Kern und Vizekanzler Mitterlehner sollen die Nachhaltigkeits-Agenda 2030 der Vereinten Nationen wie in Deutschland zur Chefsache erklären.

Wien (OTS) - Von GLOBAL 2000, Greenpeace und WWF über Caritas, Rotes Kreuz bis hin zu Arbeiter-Samariter-Bund, Dreikönigsaktion und vielen andern wandten sich heute in einem offenen Brief 144 Organisationen an die Regierungsspitzen. Sie rufen darin zu einem raschen, von der Regierung gesteuerten und transparenten Prozess für eine neue Nachhaltigkeitsstrategie auf.

Österreich unterzeichnete vor mehr als einem Jahr die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und ihre Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs). Bisher gibt es in Österreich jedoch weder einen Entwurf noch einen Zeitplan für die Umsetzung der Agenda 2030. Dabei ist Österreichs aktuelle Nachhaltigkeitsstrategie aus dem Jahr 2002 längst überholt. Um ihre internationale Verpflichtungen und ihr Bekenntnis zu mehr Nachhaltigkeit zu erfüllen, muss die Regierung die Umsetzung der SDGs endlich angehen.

„In Deutschland ist die Agenda 2030 längst Chefsache. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bereits im Frühling 2016 den Strategieentwurf zur Erreichung der SDGs vorgelegt, während in Österreich noch immer vollkommen unklar ist, ob etwas passiert“, sagt Thomas Alge, Geschäftsführer von ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung.

Bei den SDGs gehe es um nicht weniger als um eine zukunftsfähige Version von Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeit. Alge: „Es ist zwar schön, dass sich Bundeskanzler Kern im Plan A für bewussten Umgang mit Ressourcen ausspricht und auch Vizekanzler Mitterlehner Nachhaltigkeit zuletzt als Schwerpunkt für die Regierungsarbeit nannte, aber auf die Worte müssen nun Taten folgen. Wir fordern Bundeskanzler Christian Kern und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner daher dazu auf, den seit über zehn Jahren erkennbaren Stillstand in der österreichischen Nachhaltigkeitspolitik zu beenden und die Chancen der Nachhaltigkeitsziele endlich zu nutzen.“

Am 25. September 2015 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Agenda 2030 für Nachhaltige Entwicklung beschlossen. Darin enthalten sind 169 Ziele in 17 Zielsektoren für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs) – von Bildung und gesundes Leben für alle über Klimaschutz und saubere Energiegewinnung bis hin zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und Vollbeschäftigung. Alle 193 UN-Mitgliedstaaten einigten sich darauf, umgehend aktiv zu werden und die Agenda bis 2030 umzusetzen.

ÖKOBÜRO ist die Allianz der Umweltbewegung. Dazu gehören 16 österreichische Umwelt-, Natur- und Tierschutz-Organisationen wie GLOBAL 2000, Greenpeace, Naturschutzbund, VIER PFOTEN oder der WWF. ÖKOBÜRO arbeitet auf politischer und juristischer Ebene für die Interessen der Umweltbewegung.

Mehr Informationen:
- Link zum Brief:
http://www.oekobuero.at/images/doku/briefanregierungsdgsumsetzen.pdf

- SDG-Übersicht:
www.un.org/sustainabledevelopment/sustainable-development-goals/

Rückfragen & Kontakt:

Thomas Alge
Geschäftsführer ÖKOBÜRO – Allianz der Umweltbewegung
thomas.alge@oekobuero.at
0699 102 951 59

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OBU0001