„profil“: Affäre Buchmann: Gutachten fordert Titel-Aberkennung

Gutachter orten schwere Regelverstöße in Doktorarbeit des steirischen ÖVP-Landesrats Buchmann

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, üben zwei unabhängige Gutachter im Auftrag der Österreichischen Agentur für wissenschaftliche Integrität (OeAWI) heftige Kritik an der Dissertation des steirischen Wirtschaftslandesrats Christian Buchmann (ÖVP).

In den Gutachten werden Buchmann „eine Fülle formaler Fehler in der Zitation“ und „schwerwiegende Verletzungen der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis“ vorgeworfen. Einer der beiden Gutachter empfiehlt laut „profil“ sogar den Entzug des Doktortitels. Er sei „zur Überzeugung gelangt, dass man die Promotion aberkennen sollte. Eine derart massive Regelverletzung erlaubt meines Erachtens keine andere Entscheidung“.

Die OeAWI war von der Universität Graz mit einer Untersuchung beauftragt worden, nachdem „profil“ im Juni 2016 über schwere Vorwürfe des Salzburger Plagiatsjägers Stefan Weber gegen Buchmann berichtet hatte. Laut einem Sprecher der Universität Graz wird das Rektorat in den kommenden Wochen über die mögliche Aberkennung von Buchmanns Doktortitel entscheiden.

Die OeAWI ist ein 2008 gegründeter Verein, der wissenschaftliches Fehlverhalten untersucht. Vereinsmitglieder sind österreichische Universitäten und außer-universitäre Forschungseinrichtungen.

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