NEOS: Kern-Schnellschuss zu Kassen führt zu nichts

Gerald Loacker: „Ohne Kassenfusionen ist in fünf Jahren alles wieder wie heute“

Wien (OTS) - Christian Kerns Ankündigung, die Kassenleistungen anzugleichen, will Gesundheitsministerin Oberhauser durch Auflösung von Milliardenrücklagen der Kassen umsetzen. Mit dem Geld reicher Kassen wie der BVA will sie bessere Leistungen bei GKK-Versicherten finanzieren. NEOS-Gesundheitssprecher Loacker schüttelt den Kopf:
„Diese Rücklagen sind ein Ergebnis der unterschiedlichen Strukturen. Die BVA, die keine Arbeitslosen und Mindestsicherungsbezieher unter den Versicherten hat, kann natürlich Geld ansparen und in Rücklagen bunkern. Daran wird auch eine einmalige Auflösung von Rücklagen nichts ändern.“ In fünf Jahren, so ist man bei den NEOS sicher, schaue alles wieder so aus wie gehabt.

Die NEOS kritisieren seit Monaten, dass die Versicherten der verschiedenen Kassen ungleich behandelt werden. „Gleiche Beiträge für gleiche Leistungen müssen das Ziel sein. Mit 34 Krankenversicherungsträgern, 18 im Hauptverband und 16 Krankenfürsorgeanstalten der Länder, wird das nicht gehen“, ist Loacker überzeugt. „Die Vielzahl an Trägern sichert den großen Kammern zahlreiche Posten und Pöstchen. Die haben kein Interesse an einer Harmonisierung der Systeme.“

Was dagegen spreche, allen Versicherten die gleichen Leistungen zukommen zu lassen, wird von Loacker gefragt: „Wenn gleiche Beiträge für gleiche Leistungen kommen, brauchen wir auch nicht 34 Krankenversicherungsträger. Aber um die Strukturfrage drücken sich Kern und Oberhauser gleichermaßen. In den Kassen sitzen nämlich ihre roten Parteigänger.“

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