Mitterlehner will Studienplatzfinanzierung umsetzen und Uni-Abschlüsse steigern

Wissenschaftsminister beim Neujahrsempfang der uniko - Rahmenbedingungen für Studienanfänger und Uni-Abschlüsse verbessern, Profilbildung der Hochschulen stärken

Wien (OTS/BMWFW) - „Wir haben wichtige Verbesserungen für Wissenschaft, Forschung und Innovation erreicht. Das zeigt sich an steigenden Budgets und der steigenden Forschungsquote von über drei Prozent. Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze hängen von neuen Ideen ab. Daher muss Österreich hier auch in Zukunft eine Vorreiterrolle in Europa haben“, so Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner beim traditionellen Neujahrsempfang der österreichischen Universitätenkonferenz (uniko) am Donnerstagabend. In den nächsten fünf Jahren sollen die Investitionen in Wissenschaft, Forschung und Innovation weiter erhöht werden. Dementsprechend wird das Jahresbudget des Wissenschaftsfonds FWF von derzeit 184 Millionen Euro sukzessive auf 290 Millionen Euro im Jahr 2021 ansteigen, wovon nicht zuletzt die Universitäten profitieren. Ebenfalls erfolgreich läuft der Ausbau der Fachhochschulen. „Mit 50.000 FH-Studierenden haben wir schon frühzeitig das erst für 2018 gesetzte Regierungsziel erreicht“, so Mitterlehner.

Die Zahl der Studierenden an den Universitäten ist deutlich gestiegen, sodass sich die Betreuungsrelationen, aber auch die Relation von Forschung und Lehre nicht maßgeblich verbessern konnten, obwohl das Gesamtbudget spürbar gewachsen ist. Die Herausforderungen sind: 57,4 Prozent aller Studierenden belegen nur 20 der 160 möglichen Studienrichtungen und von den 280.000 inskribierten Studierenden sind nur 192.000 prüfungsaktiv. „Daher ist die neue Studienplatzfinanzierung ein Projekt, das sowohl der uniko als auch mir ein großes Anliegen ist. Wir wollen dass jede Anfängerin und jeder Anfänger Bedingungen vorfindet, die einen Abschluss des Studiums mit hoher Wahrscheinlichkeit ermöglichen“, sagte Mitterlehner und zeigt sich zuversichtlich, dass es dazu rasch Gespräche mit allen Partnern geben wird.

In diesem Zusammenhang ist auch eine bessere Abstimmung innerhalb des Hochschulsystems erforderlich. Daher soll das von Mitterlehner gestartete Projekt „Zukunft Hochschule“ insbesondere die komplementäre Strukturierung des Studienangebots sowie die Durchlässigkeit und Mobilität stärken. Sechs Fokusgruppen werden ihre Konzepte noch heuer präsentieren. „Ziel und Motivation des Prozesses ist eine Stärkung von Universitäten und Fachhochschule, indem wir deren Profilbildung abgestimmt forcieren“, sagte Mitterlehner.

Darüber hinaus gibt es eine Fülle an weiteren wichtigen Themenstellungen für 2017. Exemplarisch nannte der Wissenschaftsminister die anstehende EU-Entscheidung zur Medizinerquote. Im Frühjahr werden zudem im Rahmen der „Nationalen Strategie zur sozialen Dimension“ Handlungsfelder für unterrepräsentierte Gruppen innerhalb der Studierenden präsentiert. Die Weiterentwicklung der Hochschul-Qualitätssicherung wurde bereits im Vorjahr begonnen und hat durch die jüngste Empfehlung des Wissenschaftsrates zusätzliche Anregungen erhalten.

Mitterlehner will den privaten Anteil an Wissenschaft und Forschung in Österreich weiter erhöhen. Auf Basis bestehender Best-Practice-Beispiele und in Zusammenarbeit mit den Stakeholdern erarbeitet das Wissenschaftsministerium derzeit einen Leitfaden („Code of Conduct“) für Fundraising. Parallel dazu wird ein Verzeichnis relevanter Förderstiftungen für den Hochschul- und Forschungsbereich aufgebaut. „Ein arbeitsreiches Jahr liegt vor uns. Ich setze bei der Lösung dieser Herausforderungen auf die gute und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit der Uniko“, bedankte sich Mitterlehner

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