ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“-Abend zu „Tragödien im Schnee“, „Aida“ in „Erlebnis Bühne“, in memoriam Ari Rath

Außerdem: „1. April 2000“ zum 100. Geburtstag von Hilde Krahl, „Operette sich wer kann“ mit „Paganini“, Doku „Aidas Brüder & Schwestern“

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information präsentiert ein gehaltvolles Wochenendprogramm: Am Samstag, dem 14. Jänner, widmet sich ein vierteiliger „zeit.geschichte“-Abend „Tragödien im Schnee“, am Sonntag, dem 15. Jänner 2017, sind u. a. der Science-Fiction-Film „1. April 2000“ zum 100. Geburtstag von Hilde Krahl und eine „Aida“-Aufzeichnung aus Turin zu sehen. Außerdem ändert ORF III am Sonntagabend im memoriam Ari Rath sein Programm und zeigt u. a. die Dokumentation „Die Porzellangassenbuben – Ari Rath und Eric Pleskow im Gespräch“.

Samstag, 14. Jänner:

Die „zeit.geschichte“ befasst sich mit vier alpinen Katastrophen: mit dem Bergunglück Günther Messners im Himalaya, der größten Lawinenkatastrophe in den Alpen im Großen Walsertal sowie den dramatischen Ereignissen in Galtür und Kaprun.
Günther Messner, der jüngere Bruder der Bergsteigerlegende Reinhold Messner, starb 1970 während einer gemeinsamen Expedition zu einem der schwierigsten Achttausender: dem Nanga Parbat. Als Reinhold mitten in der Nacht den Gipfel allein besteigen will, folgt Günther ihm, allerdings sehr schlecht ausgerüstet. Sie erreichen zwar gemeinsam den Gipfel, beim Abstieg verschwindet Günther jedoch spurlos. Reinholds Messners Überleben ist zugleich der Beginn einer beispiellosen Bergsteigerkarriere. Neben der Messner-Tragödie beleuchtet Ludwig Otts Film „Tod am Nanga Parbat“ (20.15 Uhr) den Wahn von Extrembergsteigern zwischen Erfolg und Tod, zwischen Leidenschaft und Gnadenlosigkeit.
Danach schildert „Galtür – Die Chronik einer Katastrophe“ (21.00 Uhr) von Claudia Ernstreiter, Gerhard Jelinek und Peter Liska die dramatischen Stunden und Tage im Februar 1999, als eine „Jahrhundertlawine“ Teile des beliebten Tiroler Wintersportorts unter sich begrub. Das Bergdorf galt als sicher, Bebauungspläne waren ausgearbeitet worden, die möglichen Lawinenabgänge waren in allen wissenschaftlichen Berechnungen als ungefährlich eingestuft worden. Das Ereignis von Galtür führte zu umfangreichen neuen Forschungen über die Entwicklung und Wirkung von Lawinen.
Eine der größten Katastrophen in den Alpen ereignete sich im Jänner 1954, als 13 Lawinen das Dorf Blons im Großen Walsertal vernichteten. Mehr als 50 Menschen starben unter den Schneemassen. Mit dem Unglück von Blons begann die technische Schutzverbauung der Alpen. In Gerhard Jelineks und Sabine Zinks Dokumentation „1954 – Die größte Lawinenkatastrophe in den Alpen“ (21.55 Uhr) erzählen Überlebende wie Warnungen ignoriert, Gefahren missachtet und das Leid überwunden wurde.
Den Themenabend beschließt das verheerende Unglück im Tunnel der Kapruner Bergbahn im November 2000. In der Dokumentation „Die Katastrophe von Kaprun“ (22.50 Uhr) schildert Regisseur Karo Wolm die Chronologie der Ereignisse und geht den persönlichen Schicksalen um die Brandkatastrophe der Gletscherbahn nach, die 150 der 162 Passagiere das Leben kostete.

Sonntag, 15. Jänner:

ORF III würdigt am Sonntag, dem 15. Jänner, mit Wolfgang Liebeneiners „1. April 2000“ (15.40 Uhr) im Rahmen der Reihe „Theater- und Fernsehlegenden“ die österreichische Schauspielerin Hilde Krahl, deren Geburtstag sich am 10. Jänner zum 100. Mal jährte. Für das patriotische Science-Fiction-Märchen aus dem Jahr 1952 standen ebenso Josef Meinrad, Waltraut Haas, Curd Jürgens und Paul Hörbiger vor der Kamera.
Danach zeigt „Operette sich wer kann“ Eugen Yorks Operettenverfilmung von Franz Lehárs „Paganini“ (17.25 Uhr) aus dem Jahr 1973 mit Antonio Theba (als Frauenverführer und Geigenvirtuose Paganini), Johannes Heesters, Teresa Stratas, Dagmar Koller und Peter Kraus.
Mit der Dokumentation „Aidas Brüder & Schwestern“ (19.20 Uhr) eröffnet der sonntägliche „Erlebnis Bühne“-Abend, in der die Geschichte von schwarzen Künstlern in der Opern- und Klassikwelt erzählt wird. Zu Wort kommen Sänger/innen wie Jessye Norman, Grace Bumbry, Leontyne Price, Paul Robeson und Betty Allen.
Danach präsentiert Barbara Rett die 2015 von Oscar-Preisträger William Friedkin inszenierte „Aida“ (20.15 Uhr) von Giuseppe Verdi aus dem Opern- und Theaterhaus in Turin. Unter der musikalischen Leitung von Gianandrea Noseda singen u. a. Kristin Lewis (Aida), Anita Rachvelishvili (Amneris), und Marco Berti (Radames), begleitet vom Orchestra del Teatro Regio Torino.
In memoriam Ari Rath zeigt ORF III anschließend die Dokumentation „Die Porzellangassenbuben – Ari Rath und Eric Pleskow im Gespräch“ (22.50 Uhr) von Lukas Sturm, Andrea Zsutty und Helfried Carl. Der legendäre Hollywood-Produzent und vielfacher Oscar-Gewinner Pleskow trifft in Wien im Jahr 2011 auf den Publizisten von Weltrang. Danach steht ein im Jahr 2014 unter dem Titel „Vergesst uns nicht, erzählt es weiter. Die letzten Zeugen“ (23.45 Uhr) aufgezeichnetes außergewöhnliches Burgtheater-Projekt von Doron Rabinovici und Matthias Hartmann auf dem Programm, in dem sechs Zeitzeugen, darunter Ari Rath, ihre Erinnerungen an die Gräuel des Zweiten Weltkriegs mit der Unterstützung von vier Ensemblemitgliedern des Wiener Burgtheaters auf die Bühne bringen. Abschließend bringt ORF III ein 2015 geführtes Interview mit Rath im Rahmen der ORF-III-Eigenproduktion „Die letzten Zeitzeugen“ (0.30 Uhr) – eine Sammlung von Interviews mit Holocaust-Überlebenden und Opfern des Nationalsozialismus.

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