Caritas bedankt sich bei Stadträtin Sonja Wehsely für ihren Einsatz

Landau: „Wien ist nicht nur anders. Auch dank Sonja Wehsely ist Wien heute eine sozialere Stadt als viele andere Metropolen in ganz Europa. Dafür gilt es, Danke zu sagen.“

Wien (OTS) - Caritas Präsident Michael Landau nahm den Rückzug Sonja Wehsely‘s aus der Politik zum Anlass, um ihr für ihren Einsatz zu danken und um ihr für den weiteren Weg alles Gute zu wünschen. Landau: „Zu allererst gilt es an dieser Stelle Danke zu sagen. Bei allen Differenzen, die es in den vergangenen Jahren auch gegeben haben mag, ist doch auch klar: Wien ist nicht nur anders. Wien ist auch eine sozialere Stadt als viele andere Metropolen in ganz Europa. Und das ist auch ein großes Verdienst von Sonja Wehsely. Für ihren unermüdlichen Einsatz an so vielen Stellen – etwa in der Pflege, im Bereich Menschen mit Behinderung oder aktuell in der Winternothilfe für obdachlose Menschen - möchte ich mich aufrichtig bedanken.“ Landau benannte einige Punkte, die Wehselys Arbeit in den vergangenen Jahren ausgezeichnet haben: „Gemeinsam mit dem Wiener Flüchtlingskoordinator Peter Hacker hat Sonja Wehsely in den Herbsttagen des Jahres 2015 gerade in einer fordernden Situation Haltung bewiesen. Gemeinsam mit den Hilfsorganisationen ist es in dieser Zeit gelungen, Menschen auf der Flucht rasch und unkompliziert und vor allem menschenwürdig unterzubringen. Aber auch im Bereich der Winternothilfe hat Wien und hat Sonja Wehsely in den vergangenen Tagen und Jahren Größe gezeigt und Flexibilität bewiesen. Während viele Menschen in anderen Städten Europas der Kälte schutzlos ausgeliefert sind, wurde die Winternothilfe in Wien gemeinsam mit den Nothilfeorganisationen Schritt für Schritt ausgebaut. Der Blick über die Stadt- und Landesgrenzen hinaus beweist: Auch das ist keine Selbstverständlichkeit.“ Gerade diese beiden Bereiche machten deutlich, dass Wehsely Hilfsorganisation zumeist als Partner und nicht als Gegner verstand. "Auch wenn sie keine Auseinandersetzung scheute, war der Umgang stets von wechselseitigem Respekt getragen."

Zur Mindestsicherungspolitik der Stadt Wien meinte Landau: „Als Caritas sind wir überzeugt: Die Mindestsicherung gehört reformiert und nicht diffamiert. Doch während die bedarfsorientierte Mindestsicherung in anderen Bundesländern bereits gekürzt wurde und Alleingänge auf Kosten der Betroffenen eingeschlagen wurden, hat sich die scheidende Stadträtin stets für eine bundesweite Lösung eingesetzt, die sich an der Lebensrealität der betroffenen Menschen orientiert. Es bleibt nun zu hoffen, dass diese Politik des Miteinanders auch unter Wehselys Nachfolgerin oder Nachfolger eine Fortsetzung findet. Ich wünsche ihr für ihren weiteren Weg jedenfalls alles Gute.“

Rückfragen & Kontakt:

Martin Gantner, Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: 0664-88952760, martin.gantner@caritas-wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | CAR0002