NEOS zu Mitterlehner: Tourismus braucht Arbeitszeitflexibilisierungen, echte Entlastungen und Bürokratieabbau

Sepp Schellhorn: „Wenn die Bundesregierung weiterhin nicht die brennenden Probleme erkennt, werden Tourismus-Unternehmen bald reihenweise zusperren.“

Wien (OTS) - Verärgert zeigt sich NEOS-Tourismussprecher Sepp Schellhorn über die wiederholte Schönfärberei von Minister Reinhold Mitterlehner zur Lage des Tourismus in Österreich: „Mitterlehner hat offenbar vollkommen den Bezug zu den tatsächlichen Problemen im Tourismus verloren. Anstatt auf irgendwelche makroökonomischen Zahlen zu schielen, sollte er endlich eine umfassende Entlastung der Unternehmer und Unternehmerinnen angehen. Solchen Weitblick sucht man hierbei ja bisher leider vergebens.“ Immerhin bringen jetzt schon sinkende Umsätze, steigende Belastungen und ein überbordendes Maß an Bürokratie viele Unternehmen an die Grenzen der Wirtschaftlichkeit. Die ÖVP weist die Schuld von sich und schiebt die Verantwortung an die EU - Stichwort Basel III.

„Es braucht echte Reformen und keine oberflächliche Kosmetik, sonst ist der ohnehin schon stotternde Wirtschaftsmotor Tourismus schon bald Geschichte“, fordert Schellhorn ein Umdenken. Konkrete Maßnahmen zur Entlastung gebe es zur Genüge, wie der NEOS-Tourismussprecher aufzeigt: „Man muss das Rad nicht neu erfinden, die Vorschläge von NEOS liegen seit Jahren auf dem Tisch. Wenn es dem Minister ernst wäre, würde er sich für Steuererleichterungen auf Investitionen, für die Senkung der Lohnnebenkosten und für einen echten Bürokratieabbau einsetzen. Stattdessen redet die Regierung von EU-rechtswidrigen Einschränkung der Personenfreizügigkeit und weigert sich fehlende Fachkräfte - vor allem Köche - als Mangelberuf anzuerkennen. Das ist eine Zumutung für alle Unternehmerinnen und Unternehmer!“

Immerhin habe nun auch Mitterlehner die Fokussierung auf den Ganzjahrestourismus erkannt. „Wenn dieser Ansatz als wichtig und richtig erkannt wird, brauchen wir auch endlich eine entsprechende Arbeitszeitflexibilisierung. Hinzu kommt, dass Angestellte zu viel kosten und zu wenig verdienen. Neben eines Abbaus der Lohnnebenkosten brauchen wir die Möglichkeit, Angestellte über 365 Tage durchzurechnen - auch dieses Konzept haben wir Mitterlehner längst zukommen lassen. Jetzt muss er handeln - der Tourismus kann nicht bis zum Ende der Legislaturperiode auf Reformen warten“, so Schellhorn abschließend.

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