APA-DeFacto-Politikerranking: Wer hat die Top-Medienpräsenz?

Wöchentlich im Politik-Channel von APA-OTS: die Top 20 der österreichischen Politikerinnen und Politiker – Kern, Mitterlehner und Kurz aktuell vorne.

Wien (OTS) - Ab sofort ist das aktuelle wöchentliche Präsenzranking heimischer Politikerinnen und Politiker auf http://www.ots.at/politikerranking kostenlos abrufbar. APA-DeFacto erstellt das Ranking aufgrund der Anzahl der Nennungen von Politikerinnen und Politikern in allen österreichischen Tageszeitungen im Verlauf der vergangenen Woche. Die aktuellen Daten zeigen, wer die mediale Bühne von 06.01.2017 bis 12.01.2017 am stärksten nutzen konnte, wer zurückgefallen ist und wer sich gegenüber letzter Woche neu positionieren konnte.

Die stärkste Medienpräsenz verzeichnete vergangene Woche Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

Zentrales Thema war die Grundsatzrede des Kanzlers, die am Mittwoch in Wels stattfand. Grundlage für seine mehr als hundert Minuten dauernde Rede war das gleichzeitig vorgelegte Konzept „Plan A“. Die Eröffnung widmete Kern allerdings einem umfassenden Schuldeingeständnis. Die Regierung habe Fehler gemacht. "Deshalb möchte ich mich hier für diese Enttäuschungen entschuldigen", so Kern.

Damit die Wirtschaft gerechter wird, will der SPÖ-Vorsitzende in Österreich eine Strafsteuer für Konzerne einführen, die ihre Gewinne steuerschonend ins Ausland verschieben. In seiner Rede ging der Kanzler auch auf die vielfach geforderte Arbeitszeitflexibilisierung ein. Man werde nicht umhinkommen, flexibler zu arbeiten, so Kern. Er werde einer Ausweitung der täglichen Arbeitszeit zustimmen, wenn es dabei zu keinen Lohn- oder Gehaltseinbußen für die Mitarbeiter komme. Und diese müssten im Gegenzug auch ihre Arbeitszeit flexibler gestalten können. Darüber hinaus plädierte Kern für eine Erbschaftssteuer ab einem Erbe von einer Million Euro, um damit Pflegeregresse abzuschaffen.

In der Zuwanderung sprach sich der Bundeskanzler gegen populistische Äußerungen aus. Für ihn sei aber auch klar, dass die weitere Zuwanderung begrenzt werden müsse, solange die Integration der schon in Österreich Lebenden nicht abgeschlossen sei. Denn "wir müssen wissen, dass die Aufnahmefähigkeit unserer Gesellschaft Grenzen hat". Zum Ende seiner Rede plädierte Kern für die Einführung eines Mehrheitswahlrechts. Die stärkste Partei solle nicht nur automatisch mit der Regierungsbildung beauftragt werden, sondern einen zusätzlichen Bonus an Mandaten und Stimmrechten bekommen. „Keine Mauscheleien im Hinterzimmer mehr, keine gebrochenen Koalitionsverträge, keine Lügen, Klarheit“, so der Bundeskanzler.

Als Neueinsteiger der Woche positionierte sich Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) auf Position neun im Ranking.

Als aktueller Vorsitzender der Landeshauptleutekonferenz will sich Platter u.a. dem Thema Sicherheit widmen. Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Innsbruck werde er auf ÖVP-Justizminister Wolfgang Brandstetter einwirken, um eine Verschärfung des Strafrechtes zu diskutieren. "Ich möchte Innsbruck zwar nicht mit Köln gleichsetzen, aber das subjektive Sicherheitsgefühl vor allem von Frauen hat stark gelitten", erklärte Platter. In einem ORF-Radio-Interview appellierte der Landeshauptmann an seine Parteifreunde Reinhold Mitterlehner und Sebastian Kurz, "einen gemeinsamen Weg zu gehen". Ob dies eine Doppelspitze mit einem Obmann Mitterlehner und einem Spitzenkandidaten Kurz bedeute, ließ er aber offen: "Wir haben einen Obmann, und solche Entscheidungen hat letztendlich nur er zu treffen."

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