Ari Rath gestorben – Schieder: Österreich verliert einen Aufklärer, kritischen Mahner und Freund

Wien (OTS/SK) - „Mit Ari Rath verliert Österreich einen Publizisten und Zeitzeugen, der sich trotz seiner bedrückenden Jugenderfahrungen im nationalsozialistischen Österreich, das ihn als Kind zur Flucht gezwungen hat, immer für Aufklärung und Versöhnung eingesetzt hat. Sein unermüdlicher Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und Frieden machen ihn zu einem der herausragenden Persönlichkeiten Israels und Österreichs“, zeigte sich SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder heute betroffen über den Tod des israelisch-österreichischen Journalisten. ****

„Österreich ist dankbar für Ari Raths Eintreten gegen das Vergessen. So wie Ari Rath es in 2015 im Parlament anlässlich des Holocauts-Gedenktages formuliert hat: „Zukunft kann nur entstehen, wo man aus Vergangenheit lernt.“

Ari Rath gehört zu den großen Männern der Publizistik wie auch der Nahost-Politik. 1925 in Wien geboren, erlebte er schon als Kind antisemitische Anfeindungen und musste 1938 mit seinem Bruder fliehen. Er lebte und arbeitete einige Zeit in einem Kibbuz. In Israel begann er in den 50er Jahren bei der „Jerusalem Post, deren Chefredakteur er ab 1975 war. Unter seiner Leitung wurde die Zeitung zu einem international angesehenen, liberalen Blatt, das sich für die Versöhnung im Nahen Osten und die friedliche Koexistenz von Israelis und Palästinensern engagierte. 2007 nahm er die österreichische Staatsbürgerschaft wieder an, 2011 wurde er mit dem Großen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich geehrt.

„Österreich verliert einen Aufklärer, kritischen Mahner und Freund“, sagte Schieder und sprach der Familie des Verstorbenen sein Beileid aus. (Schluss) up/ah/mp

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