Israelitische Kultusgemeinde trauert um Ari Rath

"Ein Kämpfer für Toleranz und Versöhnung ist von uns gegangen"

Wien (OTS) - "Das Leben hielt für Ari Rath manch bittere Erfahrungen bereit. Als Kind antisemitischen Anfeindungen ausgesetzt, wanderte er bereits als 13-Jähriger nach Palästina aus, wo er in einem Kibbuz lebte und arbeitete. Er hat unter den damals sehr schwierigen und entbehrungsreichen Bedingungen tatkräftig am Aufbau Israels mitgearbeitet. Als international bekannter Journalist und ehemaliger Herausgeber der Jerusalem Post hatte seine Meinung großes Gewicht in unserer Gesellschaft. Nicht nur seine persönlichen Erlebnisse, sondern auch der spätere Umgang Österreichs mit der Geschichte, haben Ari Rath zu einer skeptischen und kritischen Haltung bewogen. Seine Versöhnung mit Österreich und Rückkehr nach Wien bedeutete nicht nur für unsere Jüdische Gemeinde eine große menschliche und intellektuelle Bereicherung. Ich habe Ari Rath als einen unermüdlichen Kämpfer für Toleranz und Versöhnung gekannt, er wird uns sehr fehlen", reagiert der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch, betroffen über das Ableben von Ari Rath.

Seit einer Initiative zum 70. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz erzählte Ari Rath als einer von mehreren Zeitzeugen wiederholt seine Geschichte im Burgtheater Wien und auch bei Auftritten im Ausland. Noch vor zwei Jahren trat er auf Einladung des Parlaments als Zeitzeuge anlässlich des Gedenktages gegen Gewalt und Rassismus auf.

Die Israelitische Kultusgemeinde drückt ihr tiefes Mitgefühl gegenüber der Familie und den Angehörigen aus.

Oskar Deutsch
Israelitische Kultusgemeinde Wien/
Israelitische Religionsgesellschaft

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