Neues Volksblatt: "Bremser" von Markus EBERT

Ausgabe vom 3. Jänner 2017

Linz (OTS) - Was kümmert's uns in Oberösterreich, wenn in Frauenkirchen im Burgenland ein Glashaus-Projekt für den ganzjährigen Paradeiseranbau an Bürger-Widerständen scheitert? Schließlich gibt es Tomaten ohnehin ganzjährig, sie kommen halt aus dem Ausland, wenngleich vielfach mit einem miesen ökologischen Fußabdruck. Doch eigentlich geht es gar nicht um den heimischen Paradeiser, es geht vielmehr um die Wurst — zumindest im übertragenen Sinn, denn tatsächlich geht es um Arbeitsplätze. 90 Jobs des Glaushausprojekts wird es nun nicht geben. In Zeiten, in denen die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit Priorität hat, eine bedauerliche Folge des Widerstandes einer Minderheit. Was die Geschichte über das Burgenland hinaus so bedenklich macht, ist, dass einmal mehr die Verhinderung eines Wirtschaftsprojektes bejubelt wird. So wie auch die von einer Minderheit gewollten Verzögerungen beim Linzer Westring oder beim Bau einer Stromleitung durch das Almtal, die die dortige Wirtschaft für Expansionen dringend bräuchte.
Im Jahresschnitt waren 2016 so viele Menschen in Österreich arbeitslos wie noch nie — 424.523. Jedem einzelnen von ihnen müssten all jene in die Augen schauen, deren Ziel die Verhinderung von Projekten ist, die Wirtschaftswachstum und damit Beschäftigung generieren. Den Luxus, dass die Bremser den Ton angeben, können wir uns jedenfalls nicht mehr länger erlauben.

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