Laki: Aufruf zum Jahr der Industrie in Niederösterreich

Vollbeschäftigung wird nur über Hochtechnologie erreicht

St. Pölten (OTS) - „Niederösterreich verliert laufend, im Vergleich mit anderen Bundesländern, an Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand. Der Grund ist eine relativ hohe Entindustrialisierung. Mit der Robotertechnologie kann es gelingen, diesen Trend zu drehen. Dazu bedarf es allerdings eines nationalen Schulterschlusses“, verlangt der Landtagsabgeordnete des Team Stronach für NÖ, Dr. Walter Laki, zum Jahresbeginn eine Änderung der heimischen Wirtschaftspolitik.

Die Ingenieurdichte bestimmt den Standort

Weshalb soll ein internationaler Investor eine Roboterfabrik in Niederösterreich errichten, fragt Laki, wenn er in Bayern nahezu das 30fache an Ingenieuren zur Verfügung hat. „Es ist daher notwendig, den Standort Österreich gemeinsam zu entwickeln und zu vermarkten. Damit könnten wir eine Ingenieurdichte von rund einem Drittel im Vergleich zu Bayern erreichen. Nur dazu bedarf es der Überwindung der „Bundesländergrenzen“ in den Köpfen,“ fordert Laki.

Umverteilung und Leben auf Pump löst die Probleme nicht

„Seit 2006 sinkt der Wohlstand der Bevölkerung dramatisch, im zunehmendem Maße müssen sich „Normalverdiener“ Kredite für die Finanzierung des täglichen Lebens nehmen. Arbeiten lohnt sich oftmals nicht mehr, weil aktives Einkommen und Sozialleistungseinkommen sich immer mehr annähern. Die Umverteilung nähert sich immer mehr, der eines „kommunistischen Staates“. Während die Bruttoeinkommen der niedrigsten 20 Prozent mit den höchsten 20 Prozent über 1 zu 20 liegt, ist die Nettodifferenz lediglich 1 zu 4. Immer mehr geben sich mit der sozialen Hängematte zufrieden, Leistung lohnt sich nicht mehr“, kritisiert der Landtagsabgeordnete.

Der „Raubritter“ Staat hat trotz dieser Umverteilung die Probleme nicht im Griff und, so Laki, flüchtet sich inzwischen in horrende Staatsschulden, die inzwischen eine Höhe wie in der Kriegswirtschaft erreicht haben.

Es geht auch anders – die Schweiz, Deutschland und Tschechien zeigen es vor

„Die Schweiz, Deutschland, insbesondere Bayern und Baden Württemberg ja sogar Tschechien haben Vollbeschäftigung und damit die niedrigste Arbeitslosigkeit seit Jahrzehnten. Österreich die höchste seit 1945 und Niederösterreich liegt im Spitzenfeld.
Den Unterschied macht die Industrie. Diese Länder haben eine steigende Industriequote und wir eine massiv fallende – am meisten in Niederösterreich“, zeigt Laki auf.

Wirtschaftsstruktur in Niederösterreich schwächelt

Niederösterreich hat von den Flächenbundesländern, nach dem Burgenland die zweithöchste Arbeitslosenrate. Der produzierende Bereich ist zwischen 1995 und 2015 von 34,6% auf 25,8% um mehr als 25 Prozent gesunken. In Oberösterreich hat sich der Produktionssektor von 36,7% auf lediglich 33,6%, um nicht einmal 10 Prozent verringert. Das Bruttoregionalprodukt pro Kopf in Oberösterreich ist über 20 Prozent höher als in Niederösterreich.
Laki: „Aus diesen Zahlen ist ersichtlich, dass der technologische Wandel in Oberösterreich wesentlich erfolgreicher umgesetzt wurde, als in Niederösterreich. Ein Grund liegt sicherlich in der Bildung. Oberösterreich legt besonderen Wert auf Ingenieure, Niederösterreich auf Geisteswissenschaften. Beispielsweise sind in den Fachhochschulen Oberösterreichs rund 60 Prozent der Studenten(innen) den MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) Berufen zuzurechnen, in Niederösterreich sind dies lediglich rund 20 Prozent.“

NÖ braucht eine neue Wirtschaftsstrategie

Für Laki gilt es daher an eine wirtschaftliche Zukunftsstrategie für NÖ zu verwirklichen:
"1. Wir brauchen eine „Industrielle Revolution“ in Niederösterreich, einen Aufholprozess gegenüber anderen Bundesländern und einen Aufholprozess innerhalb Europas. Wir brauchen Robotik Ingenieure, Ingenieure, Ingenieure…
2. Wir werden in Europa nur dann erfolgreich sein, wenn wir die Kräfte bündeln. Die Ingenieurdichte bestimmt den Standort. Die Ingenieurdichte Niederösterreichs – aber auch der anderen Bundesländer – liegt international, insbesondere im Vergleich zur Schweiz, Bayerns, Hollands oder Südschwedens, gar nicht zu reden von Korea oder Japans unter der Wahrnehmungsschwelle. Daher müssen wir die „Robotik Kräfte“ bundesländerübergreifend Bündeln und international im Rahmen einer eigenen Marke vermarkten, und uns um Hochtechnologieansiedlungen bemühen. Nur so haben wir eine Chance das Wohlstandsniveau einigermaßen zu halten.
3. Österreich hat in der Ostregion rund 20.000 Studenten in robotikrelevanten Fächern in Ausbildung. Wir müssen endlich daran gehen die Stundenpläne in den technischen Ausbildungseinrichtungen den neuen Technologien anzupassen. Das heißt, ein flächendeckendes interdisziplinäres Zusammenwirken von Maschinenbau, KFZ Technik, Elektrotechnik, Elektronik und Mechatronik , Kybernetik, Regelungstechnik und SW Entwicklung sowie Künstliche Intelligenz.“

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