Volkshilfe: 2017 muss das Jahr der Solidarität werden

Fenninger: In Zeiten wie diesen braucht es Organisationen wie die Volkshilfe mehr denn je

Wien (OTS) - „Wir blicken auf ein sehr stürmisches Jahr 2016 zurück. Die Schließung der Balkan-Route machte Soforthilfe in Griechenland unabdingbar, die Notstandsverordnung in Österreich vermittelte den Eindruck, dass das Land in höchster Gefahr sei, ‚das Mindeste‘ konnte nicht in gleicher Form für alle ÖsterreicherInnen geschützt werden und die steigende Arbeitslosigkeit scheint unaufhaltbar“, sagt Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich. 2017 biete neue Chancen: „Der Kampf für Benachteiligte geht weiter. Die gerechte Verteilung von Einkommen, Vermögen, Arbeitszeit und Lebenschancen ist eine zentrale Herausforderung unserer Zeit. Eine Herausforderung, der wir uns als soziale Organisation stellen und zu deren Bewältigung wir auch im neuen Jahr unseren Beitrag leisten werden“.

2017 feiert die Organisation ihr 70-jähriges Bestehen, berichtet der Direktor: „Die Volkshilfe wurde am 21. März 1947 gegründet. Eine Zeit, in der die Bevölkerung unter Hungersnot, Arbeitslosigkeit und mangelhafter Gesundheitsversorgung litt. Hilfe zu leisten, die ankommt ist seit jeher das Ziel“. Unbürokratische Hilfe sei auch heute dringend notwendig. Zudem müssten Organisationen wie die Volkshilfe stärker als je zuvor als Sensoren der Gesellschaft fungieren und bedingungslos für den sozialen Zusammenhalt eintreten, so Fenninger: „Das vorherrschende ökonomische System ist ausschließlich auf Konkurrenz und Wettbewerb ausgerichtet. Für viele ist das Leben in diesem System weniger lebenswert: Der Spalt zwischen Arm und Reich wird immer größer, es gibt immer mehr Menschen, die keine Lobby haben. Wir möchten als Plattform für all jene, die ihre Stimmen für soziale Gerechtigkeit und soziale Freiheit erheben möchten, fungieren. Gemeinsam fördern wir gesellschaftliche Veränderungen, sozialen Zusammenhalt, Ermächtigung und Befreiung“.

Dass das notwendig sei, zeigen nicht nur Wahlergebnisse sowie die steigende Armut und Arbeitslosigkeit, sondern auch die generelle Stimmung innerhalb der Gesellschaft: „Die große Mehrheit kommt in den Diskursen der Politik nur mehr sehr abstrakt oder gar nicht mehr vor. Die Menschen mit ihren Problemen mit den modernen Zeiten, ihren echten Sorgen im Alltag, ihren Hoffnungen, die sich nicht mehr erfüllen und ihren Zielen, die sich nicht mehr verwirklichen lassen. Das macht der Mehrheit Angst“. Von oben herab, mit ausgestrecktem Finger und in schulmeisterlichem Ton sei aber nicht der richtige Weg, so Direktor Fenninger. „Zuhören, Ängste ernst nehmen und aufeinander zugehen. Das müssen wir tun, und das muss auch die Politik tun“.

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