Neues Volksblatt: "Vernetzung" von Oliver KOCH

Ausgabe vom 2. Dezember 2016

Linz (OTS) - Erfreuliche Zahlen vom (ober-)österreichischen Arbeitsmarkt. Erstmals seit knapp fünf Jahren ist im November die Arbeitslosenrate im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken. Derzeit sind im Land ob der Enns 39.147 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 5,7 Prozent entspricht. Und die Zahl der Beschäftigten ist – auch wenn die Teilzeitjobs stark zunehmen – auf einem Rekordhoch von 648.000. Positive Aussichten also? Nun: Ganz so einfach ist die Sache nicht. Die Wirtschaftslage ist zu fragil, um von einer Trendwende zu sprechen. Und wenn der Winter hart wird, wirkt sich das schnell auf die Arbeitslosenrate – Stichwort Baubranche – aus. Um die Arbeitslosigkeit langfristig bekämpfen zu können, sind drei Maßnahmen vorrangig. Erstens geht es um die Qualifizierung, beispielsweise im Bereich der Lehrausbildung. Die Statistik spricht hier eine deutliche Sprache, schließlich haben 50 Prozent der Arbeitslosen maximal einen Pflichtschulabschluss. Zweitens muss das AMS seine Mittel flexibler einsetzen können. Derzeit ist der Löwenanteil des Budgets von 160 Millionen Euro reserviert. Sollte etwa die Altersarbeitslosigkeit weiterhin stark steigen, fehlt dem AMS gegen Ende des Jahres das Geld, um bei dieser Zielgruppe gezielt eingreifen zu können. Und drittens muss die Vernetzung des AMS bei der Stellenvermittlung auch über die Landesgrenzen hinaus verbessert werden.

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