AK Niederösterreich-Präsident Wieser: „Mitbestimmung braucht Bildung“

Bildungsprogramm 2017 für BetriebsrätInnen und FunktionärInnen vorgestellt

St. Pölten (OTS) - Gemeinsam mit dem ÖGB NÖ baut die Arbeiterkammer Niederösterreich 2017 das Bildungsangebot für BetriebsrätInnen, PersonalvertreterInnen und FunktionärInnen weiter aus. „Die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt bedeutet auch Veränderungen für die Arbeit der Interessenvertretungen. Die Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich ist daher wichtiger denn je“, sagte AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser bei der Präsentation des Bildungsprogramms 2017 im ArbeitnehmerInnenzentrum (ANZ) St. Pölten.

„Die Anforderungen an die Interessen- und Belegschaftsvertretungen hat sich in den letzten 30 Jahren stark verändert. Es geht schon lange nicht mehr nur um Verbesserungen in der Gehaltstabelle, sondern um Mitsprache und Mitbestimmung in vielen komplexen Bereichen wie Arbeitszeit, Produktionsabläufe, Beirats- und Aufsichtsratsarbeit oder Sozialpläne“, so Präsident Wieser.
Neben traditionellen Modellen wie der BetriebsrätInnenakademie, der Gewerkschaftsschule oder der Sicherheits- und Gesundheitsakademie, gibt es eine Reihe weiterer Veranstaltungsformate, die inhaltlich auf die Bedürfnisse der TeilnehmerInnen abgestimmt sind, wie im Falle sogenannter „Rufseminare“. Wegen der neuen Tätigkeitsperiode werden im nächsten Jahr zudem 300 LaienrichterInnen für ihre Einsätze vor dem Arbeits- und Sozialgericht geschult. Junge ArbeitnehmerInnen für die interessenpolitische Arbeit zu gewinnen, ist ein weiteres erklärtes Ziel. Die Voraussetzungen dafür bildet die Jugendakademie, die sich seit zwei Jahren einer besonders großen Nachfrage erfreut.

Den Wandel mitbestimmen
Die Zukunft des Sozialstaats und die sich verändernden Bedingungen in einer digitalisierten Arbeitswelt sind einige Schwerpunkte, die die AK Niederösterreich und der ÖGB NÖ in ihrem neuen Bildungsprogramm setzen. „Es gilt jetzt vor allem, voraus zu schauen, um den industriellen Wandel mitgestalten zu können, im technologischen wie im sozialen Bereich“, unterstrich Gastredner Tom Kehrbaum, Bildungsverantwortlicher beim Vorstand der deutschen IG Metall, die Notwendigkeit gewerkschaftlicher Bildungsarbeit.
„Mit der zunehmenden Regionalisierung unserer Angebote wollen wir die Hemmschwelle, an Bildungsmaßnahmen teilzunehmen, so gering wie möglich halten“ formuliert Josef Leitner, Leiter der BetriebsrätInnen- und FuktionärInnenausbildung in der AK NIederösterreich ein weiteres Ziel. „Schon heuer haben wir so bei 108 Veranstaltungen mehr als 3.000 Menschen erreicht“, sagt Leitner.

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