Grüne/Johann: Strandbad Pörtschach darf nicht für Seilbahnprojekt geopfert werden

Beeinträchtigung des Landschaftsbilds befürchtet

Klagenfurt (OTS) - „Das geplante Seilbahnprojekt in Pörtschach betrifft zwei Landschaftsschutzgebiete. Wir fürchten um das Landschaftsbild, den traumhaften Blick auf den Wörthersee, der durch die Seilbahn beeinträchtigt würde“, erklärt der Grüne Landtagsabgeordnete und Klubobfrau-Stellvertreter Michael Johann. „Das Projekt steht in Konflikt mit dem Schutz der freien Landschaft, der im Kärntner Naturschutzgesetz einen besonderen Stellenwert hat, wie der Verwaltungsgerichtshof kürzlich in einem anderen Verfahren festgestellt hat.“

„Bei der gestrigen Informationsveranstaltung in Pörtschach wurde von Seiten der Bevölkerung viel Skepsis gegenüber dem geplanten Seilbahnprojekt geäußert“, berichtet der grüne Gemeinderat Harald Papitsch aus Pörtschach. „Insbesondere besteht die berechtigte Sorge, dass das Strandbad Pörtschach, das derzeit bis zu 4000 TagesbesucherInnen zählt, durch den Bau der Talstation, eines mehrstöckigen Betonbaus, verschandelt wird.“

Weitgehende Einigkeit besteht unter den PörtschacherInnen, dass die touristische Belebung des Ortes notwendig ist, und die vielen „kalten Betten“ von Ferienappartements ein Problem darstellen. Viele TeilnehmerInnen äußerten Zweifel, ob das Projekt für Pörtschach einen touristischen Mehrwert bringen werde, wenn Tagestouristen von der Autobahn zu Parkplätzen – bis zu 1000 Stellplätze müssen gebaut werden - und dann weiter über einen Shuttleservice zur Seilbahn gebracht würden. „Die Wertschöpfung für die Tourismusbetriebe in Pörtschach wird so eher gering sein“, fürchtet Johann.
Unklar ist auch, wie das Megaprojekt, das bis zu 50 Mio. Euro kosten soll, finanziert werden soll. 20 Prozent der Mittel werden vom Bund erwartet, 80 Prozent sollen von Investoren kommen, deren Namen aber nicht genannt werden.

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