Pröll und Stadler eröffneten Kerntangente Nord in St. Pölten

„Sicherheit und Lebensqualität“

St. Pölten (OTS/NLK) - Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Bürgermeister Mag. Matthias Stadler eröffneten heute, Donnerstag, in St. Pölten die neue Brücke über die Traisen und die Kerntangente Nord als Ringschluss rund um die Innenstadt. Das zentrale Verkehrsprojekt in der Landeshauptstadt konnte damit früher als geplant fertiggestellt werden.

Landeshauptmann Pröll erinnerte im Gespräch mit der Moderatorin des Festaktes, Julia Schütze, an die Landeshauptstadt-Entscheidung vor 30 Jahren. Von Seiten des Landes seien rund drei Milliarden Euro in St. Pölten investiert worden, betonte er vor allem auch das Miteinander von Land und Stadt. Gerade durch die Eröffnung einer Brücke werde symbolisiert, „worauf es ankommt: Brücken zu bauen und nicht Brücken abzureißen“.

In einer Zeit zunehmender Mobilität tragen straßenbauliche Maßnahmen wie diese dazu bei, den Verkehr zu kanalisieren, so Pröll. Darüber hinaus seien derartige Maßnahmen auch von großer Bedeutung für die Sicherheit und die Lebensqualität in der Stadt sowie auch für die überregionale Anbindung der Landeshauptstadt, betonte der Landeshauptmann.

Für Bürgermeister Stadler ist die Kerntangente Nord mit der neuen Traisenbrücke „eines der Schlüsselprojekte“. Er bedankte sich „bei allen Beteiligten“, es seien hier „Profis am Werk“ gewesen. Die Kerntangente Nord schaffe nicht nur neue Wege für die Autos und LKW’s, sondern auch für Fußgänger, Radfahrer und den öffentlichen Verkehr, betonte er.

In einer weiteren Interviewrunde im Zuge des Festaktes informierten Mag. Georgine Heindl von der bauausführenden Firma HABAU, der NÖ Straßenbaudirektor DI Josef Decker und der Baudirektor von St. Pölten DI Kurt Rameis über das Projekt. Die ökumenische Segnung wurde von Diözesanbischof DDr. Klaus Küng und Superintendent Mag. Lars Müller-Marienburg vorgenommen.

Die Kerntangente Nord mit einer neuen Traisenbrücke ist eines der großen Projekte des Generalverkehrskonzeptes der Stadt St. Pölten. Mit dem Ausbau einer leistungsfähigen Ost-West Straßenverbindung, nördlich der Altstadt, zwischen der B1 Wiener Straße im Osten und der Praterstraße L 100 im Westen soll eine Entlastung der Straßenzüge zum Regierungsviertel / Kulturbezirk und zur Altstadt St. Pöltens erreicht werden. Mit der Anfang November fertiggestellten neuen Straßenverbindung wird der äußere Ring um die St. Pöltner Innenstadt geschlossen. Dieser äußere Ring umschließt das Zentrum über den Schulring, den Schießstattring, Praterstraße, Daniel-Gran-Straße, Eybnerstraße und Rennbahnstraße und schafft mit einer neuen Traisenbrücke eine Verbindung nach Wagram. Dort mündet die Kerntangente in die B 1. Auf der neuen Kerntangente Nord wird mit einem Verkehrsaufkommen von rund 11.500 Fahrzeugen täglich gerechnet.

Aufgrund der umsichtigen Bauausführung durch die Firma HABAU war es möglich, das Brückenbauwerk mit den angrenzenden Straßenstücken um zwei Monate früher als ursprünglich geplant fertigzustellen. Die Bauaufsicht wurde durch das Land Niederösterreich, Abteilung Brückenbau und Straßenbauabteilung 5 sowie der Fachabteilung Bau und dem technischen Büro im Magistrat der Stadt St. Pölten wahrgenommen. Damit ist es gelungen, die ursprünglich projektierten Gesamtbaukosten von 6 Millionen Euro für das Teilstück zwischen B 1, Traisenbrücke und dem neuen Kreisverkehr in der Rennbahnstraße zu unterschreiten. Diese werden zu je 50 Prozent von der Stadt St. Pölten und dem Land Niederösterreich getragen. Aufgrund der Ersparnis war die Stadt St. Pölten in der Lage, zusätzlich die für 2017 vorgesehenen Ausbauarbeiten der Kerntangente Nord vorzuziehen und das komplette Straßenbauprojekt als Ringschluss um die Innenstadt bereits heuer fertigzustellen. Auch hier können die budgetierten Kosten von 2,6 Millionen Euro unterschritten werden.

Das Bauprojekt beinhaltet den Neu- und Umbau der Willi Gruber Straße zwischen der B 1 Wiener Straße und Eybnerstraße, die Errichtung eines Kreisverkehrs an der Kreuzung Rennbahnstraße und Willi Gruber Straße, die Sanierung der Rennbahnstraße bis zur Klostergasse, die Sanierung der Eybnerstraße bis zur Klostergasse, den Umbau des Kreuzungsbereiches Willi Gruber Straße - Eybnerstraße sowie Eybnerstraße - Herzogenburger Straße. Das Herzstück ist der Neubau der Brücke über die Traisen. Weiters wurde auch der Umbau des Kreuzungsbereiches Daniel Gran Straße – Eybnerstraße vorgenommen. Derzeit laufen noch Sanierungsarbeiten der Rennbahnstraße zwischen der Hypogasse und der Klostergasse, die in Kürze abgeschlossen sein werden.

Bei der neuen Brücke handelt es sich um eine Sechsfeldbrücke mit einem Flusspfeiler und gestaffelten Feldweiten, mit Stützweiten zwischen 18 und 31 Metern, einer Gesamtlänge von 165 Meter (153 Meter Stützweite) und einer Breite von 14 Meter. Im Süden ist ein Gehweg mit einer Breite von 2,5 Meter und einer Aussichtsplattform in Flussmitte errichtet. Im Norden wurde ein Geh- und Radweg mit einer Breite von 4 Meter zur Ausführung gebracht. Im Bereich des westlichen Widerlagers der Brücke ist eine Lärmschutzwand errichtet worden, beginnend ca. 50 Meter vor der Brücke und endet ca. in Brückenmitte (Gesamtlänge rd. 125 Meter, Höhe 1,5 – 2,5 Meter). Die gesamte Projektlänge beträgt ca. 800 Meter.

Im Zuge der Errichtung der neuen Traisenbrücke und der Kerntangente Nord wurden entlang der neue Straßen insgesamt 120 neue Bäume gepflanzt. Das bedeutet eine deutliche Aufstockung des Grüns in der Innenstadt und sichert ein angenehmes Stadtklima, bietet Schutz vor Staub und Lärm und sorgt für die Kühlung der Luft in der Zukunft. Gepflanzt wurden Bäume, die eine Einschränkung des Wurzelraumes gut vertragen und dadurch nicht kümmern bzw. eine höhere Resistenz gegen die Salzstreuung entlang der Straßen im Winter aufweisen.

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