Sie ist wieder da: die Gute Zeitung Nr. 22

Ein ganzes Haus hängt an der Tür!

Wien (OTS) - 22 Ausgaben der Guten Zeitung machten sich nun schon auf den Weg zu 1,5 Mio. Haushalten in halb Österreich und baten um Hilfe für die Flüchtlinge im Integrationshaus. Menschen in Wien, Burgenland, Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und in der Steiermark lesen ein Blatt, das Menschen, die in ihrer Heimat alles verloren haben, Hoffnung auf eine bessere Zukunft geben soll.

Dieses Haus in der Wiener Leopoldstadt bietet Flüchtlingen weit mehr als ein Dach über dem Kopf und eine warme Mahlzeit: Mehrsprachige und professionelle Intensivbetreuung für Traumatisierte, Alleinerzieher*innen, chronisch Kranke sowie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Hilfe beim Spracherwerb, bei der Ausbildung und der Integration in den Arbeitsmarkt.

Ein Ziel dieser Ausgabe ist auch, nicht nur zur Verbesserung der rechtlichen und sozialen Lage von Asylsuchenden als auch der finanziellen Situation des Integrationshauses beizutragen, sondern auch Informationen über die Lage und das tatsächliche Leben von Flüchtlingen zu vermitteln: „Gerade in dieser politisch aufgeheizten Zeit ist es wichtig, Falschmeldungen zu berichtigen und manche verbreiteten Mythen auf den Boden der Tatsachen zu stellen. Die Gute Zeitung soll ein verbindendes Element im Diskurs sein und zu einer Deeskalation der emotionellen Aufschaukelung beitragen,“ stellt Sepp Stranig, Herausgeber der Guten Zeitung und Mitbegründer des Integrationshauses, fest.

Themenschwerpunkt dieser Ausgabe sind wieder Geschichten aus dem Alltag im Integrationshaus. Diese Beiträge stammen von Edith Meinhart, Susanne Scholl und Willi Resetarits. Testimonials des ehemaligen Bundespräsidenten Heinz Fischer, der Sängerin Marianne Mendt und der Schauspielerin Katharina Stemberger bitten um Unterstützung des Integrationshauses und fordern mehr Menschlichkeit und Respekt ein. Die Chefredaktion übernahm Christian Seiler, die Redaktion übernahmen Andrea Eraslan-Weninger, die Geschäftsführerin des Integrationshauses, und Niki Heinelt, der auch als Chef vom Dienst unentbehrlich war. Die Art Direktion teilten sich Gottfried Moritz und Mario Simon. Ermöglicht wurde das Erscheinen der Zeitung wieder durch die kostenlose Verteilung durch Feibra. Der heimliche "Hauptdarsteller" der Guten Zeitung ist wie jedes Jahr ein Zahlschein, der Spenden zugunsten des Integrationshauses sammeln soll.

Die politische Botschaft der Guten Zeitung ist, dass Österreich Asylsuchende vor Krieg, Terror und Gewalt in Schutz nimmt, anstatt sie hier wieder zu Menschen zweiter Klasse zu machen, in Flüchtlingslagern zusammen zu pferchen, immer unter dem Damoklesschwert von Schubhaft und Abschiebung. „Seit 21 Jahren ist das Integrationshaus nicht nur eine Herberge, sondern ein Ort der Hoffnung, ein Praxisbeispiel für ein respektvolles Miteinander, menschlichen Umgang und gelebte Solidarität. Es ist ein Modell für Österreich und für Europa, das vorlebt, wie gute Flüchtlingsbetreuung funktioniert. Wir heißen Flüchtlinge willkommen und winken sie nicht durch.“ stellt Sepp Stranig, Herausgeber der Guten Zeitung, fest. „Deswegen ist das Integrationshaus in der Wiener Leopoldstadt auch nach 20 Jahren so wichtig!“

"Was gänzlich schief läuft, sind die unmenschlichen politischen Maßnahmen, die von der Politik getroffen werden, sowohl auf europäischer wie auf nationaler Ebene. Wenn Innenminster Sobotka nicht einmal eine höchstgerichtliche Entscheidung, Flüchtlinge derzeit nicht nach Kroatien abzuschieben, respektiert, ist das im höchsten Maße bedenklich. Österreich braucht eine Politik, die den Schutz von Flüchtlingen ernst nimmt und Verantwortung dafür übernimmt, eine gute Zukunft für alle zu schaffen,“ stellt Andrea Eraslan-Weninger fest.

Gleichzeitig mit der Verteilung der Guten Zeitung werden in Die Presse, FALTER, NEWS und profil Inserate geschaltet (mit einer wieder sehr berührenden Zeichnung von Gerhard Haderer), die um Spenden für die Flüchtlingsbetreuung im Integrationshaus bitten – hier danken wir herzlich für die ehrenamtliche Unterstützung durch Y&R Wien.

Mit all diesen Aktionen soll die professionelle Arbeit des Integrationshauses im nächsten Jahr gesichert werden. „Etwa ein Fünftel des Gesamtbudgets muss durch die Hilfe von privaten Spender*innen, mit Unternehmenskooperationen und Veranstaltungserlösen aufgebracht werden. Die intensive Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, Alleinerzieher*innen und traumatisierten Flüchtlingen als auch die wichtige unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende kosten viel Geld! Wir machen Vielfalt, Gleichberechtigung und Barrierefreiheit zum Bestandteil unserer Arbeit. Ohne die Hilfe vieler Spender*innen wäre das Integrationshaus nicht das, was es heute ist", stellt Andrea Eraslan-Weninger fest.

„Die Schere zwischen dem, was von der Grundversorgung zur Verfügung gestellt wird, und dem, was dringendst benötigt wird, ist viel zu weit offen. Daher ist es so wichtig, dass den Menschen unser Appell ans Herz geht und dass durch viele Spenden das Integrationshaus auch weiterhin ein sicherer Hafen für Flüchtlinge bleibt. Jeder Euro hilft. Jeder Euro ist ein Signal für ein menschliches Österreich und ein neues Europa. Lassen wir die Menschlichkeit nicht untergehen“, wünscht sich Stranig abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Verein Projekt Integrationshaus
Sepp Stranig, Tel. 0699 1369 6363
www.integrationshaus.at

Druckfähige Fotos sind auf Anfrage sofort erhältlich.

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