Dziedzic zum Welt-Aids-Tag: Besserer und anonymisierter Zugang zu HIV-Tests

Grüne: Schwule und bisexuelle Männer nicht länger stigmatisieren

Wien (OTS) - "Eine von sieben Personen in der EU weiß nicht, dass sie HIV-positiv ist. Das ist eine beunruhigende Nachricht, weil die betroffenen Menschen keine lebensrettenden Medikamente einnehmen und das Virus weiter übertragen," berichtet Ewa Dziedzic, LGBTI-Sprecherin und Bundesrätin der Grünen, besorgt. Der Zeitraum zwischen einer Ansteckung und der Diagnose beträgt im EU/EWR-Raum im Durchschnitt vier Jahre. "Das ist viel zu lange", betont Dziedzic und sagt weiter: "Vor allem in ländlichen Regionen ist der Zugang zu Test-Möglichkeiten schwer und die fehlende Anonymität führt dazu, dass viele von einem Test absehen. "Wir fordern gezielte Präventionsmaßnahmen und zielgruppenspezifische Kampagnen, sowie besseren Zugang zu anonymen Tests im ländlichen Raum."

Für jene Menschen, die den HIV-Virus tragen bzw. an Aids erkrankt sind, will die Grüne einfachen und schnellen Zugang zu einer bedarfsgerechten medizinischen Versorgung erhalten. Ein weiteres Anliegen ist Dziedzic ein Ende der weit verbreiteten Stigmatisierung:
„Um dieser entgegenzuwirken, plädieren wir Grüne schon lange dafür, Risikoverhalten statt Risikogruppen als Ausschlussgrund vom Blut-spenden zu definieren und das Blutspendeverbot von schwulen und bisexuellen Männern aufzuheben. Dazu bringen wir aktuell eine parlamentarische Anfrage ein."

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