Grüne/Johann/Stückler:„Erwarten lösungsorientierte Zusammenarbeit in der LWK bei Sozialversicherungsbeiträgen und Natura 2000“

Konstituierende Vollversammlung der Landwirtschaftskammer am Freitag

Klagenfurt (OTS) - „Nachdem der Bauernbund als stärkste Fraktion in der Kärntner Landwirtschaftskammer nicht mehr die absolute Mehrheit hat, ist er in wesentlichen Fragen wie dem Kammerbudget auf die Zustimmung der anderen Fraktionen angewiesen“, erklärt der neugebackene Landwirtschaftskammerrat der Grünen Bäuerinnen und Bauern Reinhard Stückler vor der konstituierenden Vollversammlung der Landwirtschaftskammer am Freitag. „Ich nehme an, dass der künftige Landwirtschaftskammerpräsident stärker als bisher auf die Anliegen und Positionen der anderen Kammerfraktionen eingeht.“

Der Grüne Landtagsabgeordnete und Landessprecherin-Stellvertreter Michael Johann erwartet auch eine bessere Kooperation mit der Landwirtschaftskammer in Naturschutzfragen, insbesondere betreffend die anstehende Novelle des Naturschutzgesetzes, durch die eine Entschädigungsregelung für Natura 2000-Gebiete eingeführt werden soll.

Stückler erhofft sich eine Demokratisierung der Geschäftsordnung der Landwirtschaftskammer - beispielsweise, dass einzelne Landwirtschaftskammerräte in der Vollversammlung selbständige Anträge stellen können und sich Kammerräte bei Sitzungen durch andere auf der Liste stehende KandidatInnen vertreten lassen können.

„Die Grünen Bäuerinnen und Bauern bieten Unterstützung bei wichtigen inhaltlichen Anliegen an, insbesondere bei der drohenden Belastung vieler kleiner Betriebe durch die Erhöhung der bäuerlichen Sozialversicherung infolge der neuen Einheitswertfeststellung. Wir unterstützen daher die Petition der Landwirtschaftskammer für die Einführung von Freibeträgen bei der Berechnung der SVB-Beitragsgrundlagen“ erklärt Stückler.

Landtagsabgeordneter Johann will eine Entlastung der kleinen und mittleren bäuerlichen Betriebe bei der Sozialversicherung auch auf Landes- und Bundesebene thematisieren. Im Parlament haben die Grünen bereits einen entsprechenden Vorstoß gestartet.

„Bei der kommenden Midterm-Review der EU-Förderungen im Jahr 2018 sollen die einzelnen Kammerfraktionen stärker eingebunden werden und Optionen, wie die Einführung erhöhter Förderungen für die ersten 30 Hektar geprüft werden – dies wäre eine Arbeitsplatzsicherung für die kleineren bäuerlichen Betriebe“, fordert Stückler.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen Kärnten
Mag. Elke Galvin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
0664/831 74 35
elke.galvin@gruene.at
http://kaernten.gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GRK0001