Hoffnungsmarkt Iran: Geduld der Exporteure ist gefragt

Bohuslav: Exporte sind wesentlicher Faktor der heimischen Wirtschaft

St. Pölten (OTS/NLK) - Unter der Leitung von Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav besuchte im April 2016 eine gemeinsame Wirtschaftsdelegation des Landes Niederösterreich, der Wirtschaftskammer NÖ und der Industriellenvereinigung NÖ den Iran. Die mitgereisten Unternehmen nutzten die Möglichkeit, Geschäftskontakte mit iranischen Betrieben zu knüpfen bzw. aufzufrischen. Ein halbes Jahr nach der Wirtschaftsreise zogen Wirtschafts-Landesrätin Dr. Petra Bohuslav, WKNÖ-Vizepräsident Dr. Christian Moser, IVNÖ-Präsident Thomas Salzer und Mag. Hermann Kalenda, Leiter Kommerzkunden Niederösterreich der RLB NÖ-Wien, eine Zwischenbilanz.

„Der Fall der Sanktionen war ein essenzieller Meilenstein, der Iran ist ein vielversprechender Markt, aber für den Geschäftsabschluss mit iranischen Betrieben brauchen unsere Unternehmen weiterhin viel Geduld. Einige positive Geschäftsabschlüsse bestätigen den Schritt in den Iran“, so Bohuslav. „Mit ecoplus International haben wir gezielt Märkte identifiziert, auf denen wir große Chancen für die niederösterreichische Wirtschaft sehen. Der Iran ist mit einer Bevölkerung von knapp 80 Millionen Personen und einer Wirtschaft mit hohem Entwicklungspotenzial einer dieser Hoffnungsmärkte. Ein halbes Jahr nach unserer Delegationsreise zeigt sich, dass die mitgereisten niederösterreichischen Firmen sehr gute Kontakte knüpfen konnten“, betonte die Landesrätin.

2015 wurden niederösterreichische Waren im Wert von 51,4 Millionen Euro in den Iran exportiert. Die Exporte konnten somit um 19,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. „Spannungen mit Saudi Arabien und die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten bringen geopolitisch und regionalpolitisch große Herausforderungen für die Region und den Iran mit sich“, wie Nahostexpertin Dr. Karin Kneissl im Rahmen des Iran Businesstalks erklärte. Sie hebt aber auch den hohen Bildungsgrad der iranischen Bevölkerung und das große Rohstoffvorkommen hervor, die den Iran zu einem wichtigen Akteur machen. Österreichs Wirtschaftsdelegierter Dr. Georg Weingartner geht davon aus, dass sich die wirtschaftliche Öffnung des Irans 2017 weiter fortsetzen wird.

„Niederösterreichs Betriebe genießen im Iran ein hervorragendes Image. Diesen Startvorteil wollen wir nutzen. Nach Aufhebung der Sanktionen gibt es enormen Investitionsbedarf im Iran. Wir sehen vor allem in den Bereichen Energie- und Umwelttechnologie, Infrastruktur und Verkehr sowie Industrieausrüstungen große Chancen für die niederösterreichischen Betriebe“, erklärte WKNÖ- Vizepräsident Dr. Christian Moser. „Für Branchen wie die österreichische Bau- und Maschinenindustrie ist es weiterhin der richtige Zeitpunkt, um im Iran aktiv zu werden und Geschäfte zu machen“, ist IVNÖ-Präsident Thomas Salzer überzeugt.

Mag. Hermann Kalenda verwies in seinem Statement auf die weiterhin bestehenden strengen regulatorischen Rahmenbedingungen: „Durch die Aufhebung der wesentlichen EU-Sanktionen gegen den Iran hat sich ein neuer Markt für Unternehmen wieder geöffnet. Aber die Erfüllung der strengen regulatorischen Rahmenbedingungen sind nach wie vor dominierende Elemente, die das Gelingen von Iran-Geschäft für Kunden und Bankpartner dominieren.“ Ecoplus Geschäftsführer Mag. Helmut Miernicki und ecoplus International Geschäftsführerin Dr. Gabriele Forgues betonte: „Es zeigt sich, dass mit unserer Wirtschaftsreise der Grundstein für erste Aufträge niederösterreichischer Firmen im Iran gelegt wurde. Firmen wie Compact Milling Systems, Schnabl Stecktechnik, Voith Digital Solutions (ehemals VOITH Turbo) sind bereits konkrete Geschäftsbeziehungen mit iranischen Betrieben eingegangen. Wir gehen davon aus, dass in den kommenden Monaten weitere Aufträge folgen werden.“

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Christoph Fuchs, Telefon 02741/9005-12322, e-mail c.fuchs@noel.gv.at, ecoplus, bzw. Mag. Andreas Csar, Telefon 02742/9000-19616, e-mail a.csar@ecoplus.at, www.ecoplus.at.

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