Einkommensanalyse: Brutto-Medianeinkommen liegt bei 2.053 Euro

AK Niederösterreich-Präsident Wieser „Es braucht wirksame Maßnahmen zur Angleichung der Gehälter von Männern und Frauen.“

St. Pölten (OTS) - Die Einkommenssituation der NiederösterreicherInnen hat sich 2015 leicht gebessert. Das mittlere Bruttoeinkommen stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent auf 2.053 Euro. Inflationsbereinigt blieb davon aber nur eine Steigerung des mittleren Nettoeinkommens von 0,6 Prozent übrig. „Die mittlere Kaufkraft der ArbeitnehmerInnen stieg durchschnittlich um 8 Euro pro Monat gegenüber dem Vorjahr“, sagt AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB NÖ-Vorsitzender Markus Wieser.

Die AK Niederösterreich-Einkommensanalyse zeigt, dass das Brutto-Medianeinkommen der in Niederösterreich Beschäftigten letztes Jahr 2.053 Euro betrug. Auf den ersten Blick ist das ein Plus von 39 Euro im Vergleich zu 2014. Berücksichtigt man Steuern, Abgaben und Inflation, ergibt sich ein reales Nettoplus in Höhe von 8 Euro. Die Analyse 2016 wird dann die positiven Auswirkungen der Steuerreform berücksichtigen, wodurch ein deutliches Plus der Einkommen zu erwarten ist. „Dadurch wird einmal mehr der große Erfolg der Steuerreform deutlich, den AK und ÖGB durchgesetzt haben“, sagt Wieser.

Einkommensunterschied: Frauen verdienten um ein Drittel weniger

Das Brutto-Medianeinkommen der Frauen lag in Niederösterreich ein Drittel unter jenem der Männer. Nur im Burgenland und in der Steiermark waren die Einkommensniveaus der Frauen geringer. Das nominelle Medianeinkommen erhöhte sich um 2,2 Prozent gegenüber dem Jahr 2014, wodurch sich der Abstand gegenüber dem Medianeinkommen der Männer um 0,5 Prozentpunkte verringerte. „Es braucht wirksame Maßnahmen zur Angleichung der Gehälter von Männern und Frauen. Darunter fallen eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie verstärkte Weiterbildung und ausreichend Angebote an Vollzeit-Arbeitsplätzen“, sagt Wieser.

Regions- und Bezirksvergleich

Das Mostviertel war die Region mit dem höchsten Einkommensniveau. Das zweithöchste Einkommensniveau wies das Industrieviertel auf, gefolgt vom Zentralraum. Schlusslicht hinter dem Waldviertel war das Weinviertel, das 10,9 Prozent unter dem niederösterreichweiten Einkommensniveau lag. Seit Jahren hält sich Amstetten an der Spitze des Bezirksrankings (Brutto-Medianeinkommen: 2.261 Euro). Der Bezirk mit dem niedrigsten Medianeinkommen war auch 2015 Krems (Land) mit einem Wert von 1.554 Euro.

Download der Einkommensanalyse auf:
http://noe.arbeiterkammer.at/einkommensanalyse

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Gernot Buchegger, MA, Pressesprecher des Präsidenten, Mobil: 0664-8134801

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