ÖAMTC zur Kurzparkzone in Döbling: Wählerwillen respektieren

Club fordert Reform der Wiener Parkraumbewirtschaftung

Wien (OTS) - Wie gestern bekannt wurde, hat sich eine Mehrheit der Bevölkerung in Döbling gegen die Einführung einer nahezu flächendeckenden Kurparkzone im Bezirk ausgesprochen. "Dieses Ergebnis gilt es nun zu respektieren und nicht stattdessen in Teilen des Bezirks erst recht starre Kurzparkzonen durch die Hintertüre einzuführen. Damit ginge Bezirksvorsteher Tiller der engstirnigen Park-Strategie von Vizebürgermeisterin Vassilakou auf den Leim", analysiert Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Kurzfristige Lösung durch Anrainerparken ohne Kurzparkzone

Dennoch braucht es laut ÖAMTC eine Lösung für überparkte Bereiche des 19. Gemeindebezirkes. Eine mögliche kurzfristige Lösung für diese Bereiche sieht Wiesinger in Anrainerparkplätzen, die nach einem vom ÖAMTC in Auftrag gegebenen Universitätsgutachten auch ohne Kurzparkzone eingeführt werden können: "Derzeit führen wir ein Musterverfahren vor dem Verfassungsgerichtshof, um den Weg für Anrainerparkplätze ohne Kurzparkzone frei zu machen. Wenn wir Recht bekommen, dann muss die Stadt das zulassen. Alles andere wäre bewusste Schikane geplagter Bürger." Laut Homepage des Verfassungsgerichtshofes beschäftigt sich dieser in seiner aktuellen Sitzung, die bis 16. Dezember dauert, mit der vom ÖAMTC unterstützen Beschwerde.

Langfristige Lösung durch eigenes Wiener Parkraumbewirtschaftungsgesetz

Langfristig braucht es nach Meinung des ÖAMTC eine grundlegende Reform der Wiener Parkraumbewirtschaftung. Wiesinger: "Es ist lächerlich, dass sich außer Wien jedes Bundesland Spielraum für eine sinnvolle Parkraumbewirtschaftung geschaffen hat. Nur Wien dilettiert mit Kurzparkzonen nach der StVO herum, die aber nie für eine flächendeckende Parkraumbewirtschaftung in einer Großstadt gedacht waren." Es ist höchste Zeit, dass der Gesetzgeber in Wien mit einem Parkraumbewirtschaftungsgesetz die Grundlage für flexiblere Lösungen schafft, bei denen man beispielsweise in Zonen abseits des Zentrums, gegen eine niedrigere Gebühr, auch längerfristig parken kann. Diese langjährige Forderung des ÖAMTC könnte helfen, die negativen Folgen des derzeitigen Kurzparkzonenmodells zu vermeiden.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Kommunikation
+43 (0) 1 711 99-21218
kommunikation@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001