Medizinstudium: Kärntner Resolution zum Aus für Zugangsbeschränkung beschlossen

Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner: Bundesregierung muss Fehler aus dem Jahr 2005 angesichts der Ärzteentwicklung jetzt korrigieren

Klagenfurt (OTS/LPD) - Dass die Einführung der Studienplatzbeschränkung im Jahr 2005 ein Fehler war, zeigt sich spätestens jetzt vor dem Hintergrund der Ärzteentwicklung. „Dieser Fehler gehört umgehend korrigiert“, stellte heute, Dienstag, Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner nach der Regierungssitzung fest. Das Regierungskollegium stimmte in seiner Sitzung Prettners Petition zur Aufhebung der Zugangshürde zu.

Derzeit ist die Zahl der Anfänger-Studienplätze für Human- und Zahnmedizin an den öffentlichen Unis auf 1.620 beschränkt. Laut einer aktuellen Studie gibt aber ein Drittel der vorwiegend nicht-österreichischen Absolventen an, im Ausland arbeiten zu wollen. Ein weiterer Teil zweigt in die Forschung und Entwicklung ab. „Was bleibt, ist eine logische und hausgemachte Lücke“, warnt Prettner. Vor dem Hintergrund, dass sämtliche Studien dem Gesundheitsbereich bereits bis 2020 einen Beschäftigungsanstieg von mehreren Tausend Jobs pro Jahr prognostizieren, sei ein rasches Handeln das Gebot der Vernunft, hofft die Gesundheitsreferentin nun auch auf „Einsicht“ in der Bundesregierung, insbesondere beim zuständigen Wissenschaftsminister Vizekanzler Reinhold Mitterlehner.

„Mit dem Wissen um die bevorstehende Pensionierungswelle bei Allgemeinmedizinern ist es höchste Zeit, um den absehbaren Mehrbedarf zu decken, umgehend die Zugangsbeschränkungen aufzuheben“, so Prettner.
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