Graswander-Hainz: Ausbau der Alemagna-Autobahn verkehrs- und klimapolitisch der falsche Weg

SPÖ-Europaabgeordnete: „Nachhaltige Wende in der Verkehrspolitik statt neuer Transitrouten“

Wien (OTS/SK) - Erfreut zeigt sich heute Nachmittag Karoline Graswander-Hainz, SPÖ-Abgeordnete zum Europäischen Parlament, über die klare Positionierung des Tiroler Landeshauptmanns Günther Platter und der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino gegen einen Ausbau der italienischen A 27 in Richtung Osttirol. „Ich möchte eine nachhaltige und den Interessen der Bürgerinnen und Bürger verpflichtete europäische Verkehrspolitik weiter vorantreiben. Neue Transitrouten wie etwa der Ausbau der Alemagna-Autobahn von Venetien Richtung Norden über Süd- und Osttirol entsprechen diesem Ziel nicht. Die kürzlich wieder viel diskutierte Route ist nicht Teil des vom Europäischen Parlaments 2013 verabschiedeten Netzes der Kern-Verkehrskorridore (TEN-T). Zusätzlich widersprechen neue hochrangige alpenquerende Straßenprojekte dem Verkehrsprotokoll der Alpenkonvention“, meint Karoline Graswander-Hainz, stv. Mitglied im zuständigen Verkehrsausschuss. Im September fand sich dort eine Mehrheit, um Absätze, die sich für den Ausbau der Alemagna-Autobahn aussprechen, in einen Initiativbericht über die Verbesserung der Anbindung und der Barrierefreiheit der Verkehrsinfrastruktur in Mittel- und Osteuropa zu integrieren. ****

„Es war offensichtlich Kalkül einzelner, italienischer Abgeordneter hier einen - sonst inhaltlich sehr ausgewogenen – Bericht im Sinne eigener Partikularinteressen zu vereinnahmen. Die entsprechenden Abänderungsanträge waren nicht Teil der Kompromissanträge des Berichterstatters (ECR) und waren u.a. von der sozialdemokratischen Fraktion zur Ablehnung vorgeschlagen. Nächste Woche im Plenum wird meine Fraktion (Socialists & Democrats) die Löschung der drei in Diskussion stehenden Absätze fordern, ich rechne mit einer breiten Mehrheit über alle Fraktionen hinweg. Ich möchte betonen: Pläne zum Aus- und Weiterbau der Alemagna sind nicht Teil der langfristigen europäischen, österreichischen oder italienischen Verkehrsplanung. Niemand, der diesbezüglich tatsächliche Entscheidungsbefugnis hat, diskutiert diese Vorschläge ernsthaft“, stellt Karoline Graswander-Hainz klar.

Für die SPÖ-Europaabgeordnete steht die Verlagerung des Gütertransports von der Straße auf die Schiene im Vordergrund. Die Reduktion des Lkw-Verkehrs ist ein wichtiger Beitrag zur Ökologisierung der Verkehrswege sowie zur Reduktion von Lärm- und Gesundheitsbelastungen der Bevölkerung. (Schluss) mb

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