Rabmer-Koller bei EU-Sozialpartnergipfel: Ohne KMU sind Herausforderungen der EU nicht lösbar

Europas KMU sind auf Erholungskurs, aber für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze benötigen sie bessere Rahmenbedingungen

Wien (OTS) - Bei ihrem heutigen Gipfeltreffen in Brüssel diskutierten die europäischen Sozialpartner mit EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker, Ratspräsident Donald Tusk und den Spitzen der Ratstroika die aktuellen Herausforderungen für die EU: Wachstum, Beschäftigung und Fairness. Ulrike Rabmer-Koller, Präsidentin des Europäischen KMU-Arbeitgeberverbands UEAPME und Vizepräsidentin der WKÖ, betonte in ihrem Statement, dass KMU als Rückgrat der Wirtschaft nur Arbeitsplätze schaffen können, wenn sie die richtigen Rahmenbedingungen erhalten.

„Unser aktuelles EU-KMU-Barometer zeigt, dass europäische KMU trotz Unsicherheiten wie den Brexit wieder optimistischer sind, vor allem Kleinstunternehmen und der Bausektor. Dieser Optimismus muss gefestigt werden, damit KMU investieren und nachhaltig Wachstum und Arbeitsplätze schaffen können. Es ist daher von entscheidender Bedeutung, dass Europas KMU genug finanzielle Mittel für ihre Investitionsprojekte zur Verfügung haben. Aus diesem Grund unterstütze ich Präsident Junckers geplante Verlängerung des Europäischen Investitionsfonds. Ich habe ihn zudem ersucht, die für KMU reservierten Mittel auszuweiten. Zentral ist, dass Regionalbanken auch weiterhin die Hauptfinanzierungsquelle für KMU bilden und nicht weiter belastet werden dürfen“, erklärte Rabmer-Koller.

„Die raschen Veränderungen in der Wirtschafts- und Arbeitswelt verlangen zukunftsorientierte, flexible Antworten, etwa in puncto Arbeitszeitmodelle. Die von der EU geplante Ausweitung der sozialen Rechte und neue regulatorische Belastungen würden KMU behindern. Für die notwendigen Reformen der nationalen Arbeitsmärkte sind mehr Eigenverantwortung und eine europaweit stärkere Beteiligung der nationalen Sozialpartner erforderlich“, so Rabmer-Koller. Dies fordert auch die gemeinsame Erklärung von EU-Sozialpartnern, Kommission und Rat „Ein neuer Start für den sozialen Dialog“, die im Juni unterzeichnet wurde. (PWK777/FA)

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