„Am Schauplatz“-Reportage über „Die Zores der Marktstandler“

Am 20. Oktober um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - In der aktuellen „Am Schauplatz“-Ausgabe „Die Zores der Marktstandler“ berichtet Nina Horowitz am Donnerstag, dem 20. Oktober 2016, um 21.05 Uhr in ORF 2 über die letzten Originale an Österreichs Märkten.

Das Leben ist hart. Die Marktstandler sind härter. Obwohl Herr Penz vom Wiener Viktor-Adler-Markt schon die Geduld verlieren kann, wenn er an all die Leute denkt, die sein Prachtgemüse nicht kaufen:
„Wannst den Jungen den Dosenöffner wegnimmst, verhungern sie.“ Der Marktplatz war schon immer ein Ort, wo politisiert wurde. Auch am Viktor-Adler-Markt geht es schneller um Politik, als man sein Kilo Paradeiser bezahlen kann. Die Standler verfallen beim Thema momentan allerdings nicht gerade in Lobeshymnen. Auch Herr Penz hält sich diesbezüglich nicht zurück: „Die Politiker sind doch alle nur Raubritter. Sie füllen sich ihre Sackeln an, und das Volk lassen sie ausbluten.“ Zwischen Obst und Gemüse wird viel gestritten.

Eine gebürtige Favoritnerin sieht sich mittlerweile als Minderheit am Markt. Viel zu viele „Neu-Österreicher“ stehen für ihren Geschmack hinter den Standln. Ohne die Pakistaner, Inder und Türken, die hier arbeiten, würde es den Markt in Favoriten längst nicht mehr geben, findet wiederum der gebürtige Istanbuler Seref Akay: „Viele Österreicher tun sich die schwere Arbeit doch gar nicht mehr freiwillig an.“ Er verkauft am Markt Hosen um 10 Euro. Dass die Zunft Nachwuchsprobleme hat, sieht Frau Haslinger aus Klagenfurt auch. Die Marktfahrerin, die mit ihren Dirndlkleidern aus Österreich auf den Märkten die Tradition hochhalten will, sieht die Bürokratie als Grundübel dafür. Sie hasst die Registrierkassen, die jetzt auch am Markt Pflicht sind. So sehr, dass sie sogar eine Demo organisiert hat. Nur leider ist niemand von den „Großkopferten“ hingekommen.

Der Würstelverkäufer Pauli Schäfers vom Neusiedler See hat ganz andere Zores. Er ist leider „der schlechteste Verkäufer der Welt“. Dafür kauft er gern ein. Auch Ramsch, den er überhaupt nicht braucht. Zum Beispiel einen alten Sattel. Herr Schäfers reitet aber gar nicht.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

Das gesamte TV-Angebot des ORF – ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + – ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0001