Grüne-Lesjak/Kuchling: Kärntner Landtag legt Schwerpunkt auf den Bildungsbereich

Grüne wollen modernes, effizientes Bildungssystem für Kärnten; SchulleiterInnen sollen über zusätzliche Qualifikationen und Kompetenzen verfügen

Klagenfurt (OTS) - In einer Marathon-Ausschusssitzung mit über 40 Tagesordnungspunkten widmete sich der Kärntner Landtag gestern, Dienstag, der Bildung. „Wir Grünen wollen in Kärnten den Bildungsbereich besser, effizienter und moderner gestalten“, sagt die Klubobfrau der Grünen im Kärntner Landtag, Barbara Lesjak und erklärt: „Bildung hat einen Selbstzweck und soll nicht nur dem ökonomischen Nutzen dienen. In Kärntens Schulen von Morgen soll es, wenn es nach uns Grünen geht, keine Hausübung mehr geben. Die Aufgaben der Schule sollen in der Schule bleiben, nötigenfalls sind sie in der ganztägigen Betreuung bzw. in ganztägigen Schulformen zu bewältigen. Es soll auch eine transparente Notengebung und LehrerInnen-Feedback geben. Genauso soll Politische Bildung nicht nur ein Unterrichtsfach für alle sein; demokratische Strukturen sollen innerhalb der Schule gelebt werden, um die SchülerInnen zur Mitgestaltung zu befähigen und Politikverdrossenheit zu vermeiden. Der Ethik- und der Religionsunterricht sollen gleichgestellt werden“, zählt Lesjak einige der Grünen Vorschläge exemplarisch auf.

Heftig diskutiert wurden unter anderem die SchulleiterInnen-Objektivierungen. „Wir Grünen treten dafür ein, dass Personen, die über zusätzliche, relevante Qualifikationen und Kenntnisse verfügen sowie den Anforderungen der vom Landesschulrat erlassenen Verordnung vom 17.6.2016 entsprechen, bei der Besetzung von Planstellen an Volksschulen im Geltungsbereich des Minderheiten-Schulgesetzes, Vorrang haben“, sagt die Bildungs- und Volksgruppensprecherin der Grünen im Kärntner Landtag, Zalka Kuchling und sagt weiter: „Sprachkompetenz sowie die Ausbildung zum/zur zweisprachigen LehrerIn sind die essentiellsten Bestandteile des zwei- und mehrsprachigen Bildungswesens. JedeR kann sich Kompetenzen aneignen. In diesem Sinne sind auch einsprachige BewerberInnen für Schulleitungen eingeladen, die slowenische Sprache zu erlernen. Von einer "Benachteiligung der einsprachigen Kandidatinnen", wie es von manchen Parteien dargestellt wird, kann absolut nicht die Rede sein. Es kann nicht sein, dass weniger Qualifizierte bevorzugt werden. Das würde uns ins Mittelalter zurückversetzen.“

„Die Kärntner Zukunftskoalition hat sich auf ihre Fahnen geheftet, das Land offener, vielfältiger und moderner zu machen, sowie sich für ein Miteinander auf Augenhöhe beider Volksgruppen starkzumachen. Während die einen hinter diesem Bekenntnis stehen, fallen andere in alte, schon als überwunden geglaubte politische Verhaltensmuster zurück. Kärnten hat es verdient sich aus den Fesseln der Vergangenheit zu befreien und endlich weltoffen nach vorne zu blicken“, schließt Kuchling.

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