MJÖ besorgt anlässlich alarmierender Studie

Forderung nach mehr Kooperation zwischen offener und verbandlicher Jugendarbeit

Wien (OTS) - Die Muslimische Jugend Österreich (MJÖ) zeigt sich besorgt anlässlich der heute veröffentlichten Ergebnisse der Studie ‚Jugendliche in der Jugendarbeit‘ im Auftrag der MA13. Gleichzeitig ruft die MJÖ zu einem sensiblen und differenzierten Umgang mit den Untersuchungsergebnissen auf. Wie auch die StudienautorInnen betonen, handelt es sich bei den untersuchten Personen um Jugendliche im Bereich der offenen Jugendarbeit. Sie warnen insofern vor einer Generalisierung der Ergebnisse auf die Gruppe der jungen Muslime insgesamt.

Die MJÖ ist seit 20 Jahren als verbandliche Jugendorganisation tätig. „In unserer Jugendarbeit setzten wir uns seit vielen Jahren gegen jede Form von Fanatismus und Extremismus ein. Die aktive Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus sind uns je her ein Anliegen gewesen“, betont der Bundesvorsitzende Adis Serifovic. So nimmt die MJÖ beispielsweise jährlich an der Befreiungsfeier in Mauthausen teil und bietet Workshops gegen Rassismus, Antisemitismus, Sexismus und Homophobie an. „Als MJÖ engagieren wir uns für eine Gesellschaft, die auf Gleichheit und gegenseitigem Respekt basiert“, so Serifovic in Richtung der vermerkten Verbreitung von Antisemitismus und Homophobie unter jungen Muslimen in der Studie.

Die Ergebnisse der Studie bestätigen die langjährige Erfahrung der MJÖ, wonach ein oberflächliches und auf Äußerlichkeiten beschränktes Islamverständnis eine Grundlage für abwertende Einstellungen und einen Nährboden für religiös motivierten Fanatismus sein können. In der Studie wird festgehalten, dass es von zentraler Bedeutung ist, „dass diese jungen Menschen sich als Teil dieser Gesellschaft anerkannt und auch aufgehoben fühlen, dass sie Perspektiven haben und die Möglichkeiten Selbstwirksamkeit zu erfahren.“ „Dies umschreibt exakt das Selbstverständnis unseres 20-jährigen Engagements in der muslimischen Jugendarbeit.“, so Bundesvorsitzende Canan Yasar. Zusätzlich weist die MJÖ darauf hin, dass geschlechtssensible Angebote von zentraler Bedeutung für die Entwicklung pluralitätsfähiger, demokratischer junger Menschen sind.

Abschließend fordert die MJÖ eine verstärkte Kooperation zwischen der offenen und verbandlichen Jugendarbeit ein. Die MJÖ als verbandlich organisierte Jugendorganisation weist einen immensen Erfahrungsschatz und eine profunde Expertise im Bereich der Präventionsarbeit auf und bietet diese allen Einrichtungen der offenen Jugendarbeit an.

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