ÖGB-Foglar: Ein-Euro-Jobs sind kein Integrationsmodell

ÖGB-Präsident Erich Foglar erteilt den Vorschlägen von Heinz Fassmann eine klare Absage. Zur Integration bräuchte es mehr als neoliberale Lohndumping Vorschläge.

Wien (OTS) - Experte Fassmann hatte am Samstag im Ö1-Mittagsjournal "Ein-Euro-Jobs" gefordert. Foglar betont Deutschland sei, was Arbeitsmarkt und Harz IV betrifft kein Vorbild für Österreich und teilt die Skepsis von AMS-Chef Johannes Kopf zum Thema "Ein-Euro-Jobs". "Billige Arbeitskräfte allein sind kein Konzept. Der Druck auf den ohnehin angespannten Arbeitsmarkt wäre enorm und für Lohn- und Sozialdumping wären Tür und Tor geöffnet", so der ÖGB-Präsident. Zudem gelte in Österreich auch für Arbeit ohne besondere Qualifikation ein KV-Mindestlohn. "Arbeitslosigkeit bekämpft man nicht dadurch, dass man Menschen extrem schlecht bezahlt - das führt nur zu Armut und untergräbt die sozialen Sicherungssysteme. Viel wichtiger wären raschere Asylverfahren und Deutschkenntnisse ebenso wie Qualifikationschecks", schließt Foglar.

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