Blecha: TTIP ist ein faules Überraschungs-Ei

Generation 60+ kämpft gegen TTIP – TTIP senkt Sozial- und Lebensmittelstandards, gefährdet heimische Firmen und vernichtet Arbeitsplätze!

Wien (OTS) - Der Pensionistenverband Österreichs (PVÖ) lässt in seinem Kampf gegen das Transatlantische Handels- und Investitionsabkommen zwischen der EU und den USA nicht locker! „TTIP ist ein faules Überraschungs-Ei! Ein Inkrafttreten von TTIP wäre der Todesstoß für unsere hohen Standards bei Lebensmitteln, Öffentlichen Dienstleistungen und Sozialleistungen! TTIP gefährdet heimische Firmen, bedeutet das Aus für geschützte Lebensmittelbezeichnungen wie z.B. steirisches Kürbiskernöl und würde zu allem Überfluss auch noch Arbeitsplätze vernichten! Daher haben wir kein Verständnis, dass überhaupt noch Verhandlungen stattfinden!“, betont Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) und des Seniorenrates. ****

Blecha: „TTIP ist kein Freihandelsabkommen, von dem alle teilnehmenden Länder profitieren, sondern eine Freihandelslüge! Die Gewinner wären die USA und multinationale Konzerne, die damit ihre niedrigeren Qualitätsstandards in Europa etablieren wollen. Denn Tatsache ist, dass die Lebensmittel-, Sozial-, Umwelt und Arbeitsrechts-Standards in den USA deutlich niedriger sind als in Österreich. Klein- und Mittelbetriebe, die regionale Wirtschaft und vor allem die Bevölkerung würden dabei auf der Strecke bleiben!“

TTIP bringt genmanipulierten Mais und Hormon-Fleisch statt Tiroler Speck und steirischem Kürbiskernöl

Das 1994 in Kraft getretene Freihandelsabkommen NAFTA zwischen den USA, Mexiko und Kanada zeige, so Blecha, auf dramatische Weise, welche negativen Folgen ein Freihandelsabkommen für die „schwächeren“ Partner haben kann. „Statt dem versprochenen Wirtschaftswachstum, 200.000 neuen Arbeitsplätzen und einer Erhöhung der Umwelt- und Arbeitsstandards führte NAFTA u.a. zu einem Verlust von 700.000 Jobs sowie einer Verschlechterung der Gesundheit der mexikanischen Bevölkerung – ausgelöst durch die Überschwemmung mit billigen, minderwertigen Lebensmitteln wie z.B. flüssiger Industriezucker, gewonnen aus hoch subventioniertem US-Mais. Als Mexiko diese extrem ungesunden Lebensmittel mit einer Straf-Steuer belegte, klagte ein US-Konzern auf Gewinn-Entgang und bekam Recht. Auch diese Klage wurde nur durch NAFTA möglich. Dies wäre auch die Folge von TTIP: Dadurch hätte das Big Business, die Großkonzerne, plötzlich starken Einfluss auf die staatliche Regulierung“, so der PVÖ-Präsident, der abschließend noch einmal eindringlichst vor den Folgen von TTIP warnt: „TTIP ist eine Gefahr für uns, unsere Kinder und unsere Enkelkinder! TTIP würde billigen, minderwertigen Lebensmitteln wie z.B. Gen-Soja und Hormonfleisch den Weg in die Österreichischen Supermärkte und Restaurants ebnen! Außerdem bedeutet TTIP das Ende von geschützten Herkunftsbezeichnungen! Dann würde uns minderwertiger Speck aus mit Hormonen vollgepumpten Schweinen aus amerikanischen Mast-Betrieben als ‚Tiroler Speck‘ serviert! Das dürfen wir nicht zulassen!“ (Schluss)

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Pensionistenverband Österreichs
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