Neues Volksblatt: "Hoffnung" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 25. März 2016

Linz (OTS) - Gläubige Christen haben eine Gewissheit: Dem heutigen Karfreitag folgt der Ostersonntag, dem Tod Jesu am Kreuz folgt das Wunder der Auferstehung.
Und trotzdem: Dass der Tod nicht das Ende, sondern der Beginn einer neuen Hoffnung ist, ist keine leicht verdauliche Kost — jedenfalls nicht im alltäglichen Leben. Ob man nun jäh aus dem Leben gerissen wird, ob der Tod schon geraume Zeit ein mühsamer Begleiter war oder — auch das gehört zum Leben — ob er gleichsam eingeladen wurde, einen irdischen Weg zu beenden: gelegen kommt er nie.
Sich bloß am Karfreitag ein wenig darauf zu besinnen, wie viel Vergängliches unser Leben bestimmt, reicht für eine fruchtbringende Auseinandersetzung mit dem Thema Tod kaum aus. Aber der Karfreitag kann immer wieder aufs Neue ein Anfang sein, das Ungeheuerliche nicht wegzudrängen, sondern das Leben auch danach auszurichten. Etwa indem die Hoffnung, die aus der österlichen Auferstehung geschöpft werden kann, in den Alltag hereingeholt und weitergegeben wird. Ob Kranke, Flüchtlinge oder Menschen am sozialen Rand der Gesellschaft: Wer Hoffnung erfährt, weiß, dass er nicht alleine gelassen ist. Wohin hingegen Hoffnungslosigkeit führen kann, wurde uns mit den Brüsseler Anschlägen exemplarisch vor Augen geführt.
Hoffnung Haben ist ein christliches Wesensmerkmal, Hoffnung Geben eine klare gesellschaftspolitische Handlungsanleitung.

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