FPÖ: Neubauer: Plant IS nun Attentate auf Atomkraftwerke?

BM Rupprechter und BM Mitterlehner sind gefordert

Wien (OTS) - „Was ich vor drei Jahren im Rahmen der Stresstest-Ergebnisse mehrmals aufgegriffen habe und dafür mitleidig belächelt wurde, ist nun offenbar greifbare Realität geworden“, stellte heute der FPÖ-Anti-Atom-Sprecher NAbg. Werner Neubauer fest. Nach den blutigen Terroranschlägen in Brüssel, kündigte der Islamische Staat (IS) nun nämlich weitere Serien von gewaltsamen Angriffen an. „Schwarze Tage“ würden folgen, so die islamistische Organisation, welche sich auch zu den Anschlägen auf den Brüsseler Flughafen und die Metrostationen nur 100 Meter neben der EU-Kommission und dem EU-Rat bekannt hat.

Belgien betreibt zwei Atomkraftwerke, die nach den Terroranschlägen teilweise evakuiert wurden - offenbar wegen konkreter Anschlagsgefahr. In der EU betreiben 14 der 28 Staaten Atomkraftwerke. Mit 129 Reaktoren stehen hier ungefähr ein Drittel der weltweiten Reaktoren.

Belgischen Medien zufolge sollen mutmaßliche Terroristen Atomkraftwerke als mögliche Anschlagsziele im Visier haben. Sie berufen sich dabei auf "sehr gute Quellen" in Sicherheitskreisen. Ermittler sollen "über konkrete Beweise verfügen", die belegen, dass die Attentäter von Paris Zugang zu einem der AKWs bekommen wollten -um so einen atomaren Zwischenfall auszulösen.

Nun ist Österreich von zahlreichen Atomreaktoren, Atomkraftwerken umgeben, die allesamt gegen eine akute Terrorgefahr am Boden wie durch die Luft nicht wirklich gesichert werden können. Die Gefährdung von Atomanlagen, Atomtransporten, Zwischenlagern und Kernkraftwerken durch potentielle Anschläge und Terror wird in der politischen Debatte gerne verdrängt und ausgeblendet. Wo Akzeptanz für immer noch laufende AKW geschaffen werden soll, stört der nötige Hinweis auf potentielle Gefahren. Doch die so genannte friedliche Nutzung der Atomenergie hat die Büchse der Pandora weit geöffnet.

„Die zuständigen Bundesminister Rupprechter und Mitterlehner sind gefordert, sofort mit den Betreibern in den benachbarten Ländern in Kontakt zu treten, um die Fragen der Sicherheit hinsichtlich einer Hintanhaltung einer Terrorgefahr für diese Anlagen zu besprechen und geeignete Maßnahmen zum verbesserten Schutz der Menschen in Österreich zu gewährleisten“, so Neubauer.

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