Bundesjugendvertretung: Spendengelder dürfen nicht angetastet werden!

Vorgehen der Bundesregierung entwertet das Engagement tausender Freiwilliger

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) spricht sich gegen die Pläne der Bundesregierung aus, Hilfsorganisationen die Spenden, die sie für Flüchtlingshilfe von Privatpersonen erhalten haben, von ihrer staatlichen Förderung abzuziehen.

Johanna Tradinik, Vorsitzende der BJV, dazu: „Den Spendengeldern von Privatpersonen ihren Wert abzusprechen, ist ein Signal dahingehend, ziviler Solidarität und zivilem Engagement an sich ihren Wert abzusprechen. Seit Monaten arbeitet die Bundesjugendvertretung daran, die wichtige freiwillige Arbeit von jungen Menschen und unserer Mitgliedsorganisationen sichtbar zu machen und an die Öffentlichkeit zu bringen. Besonders in Zusammenhang mit Menschen auf der Flucht haben sich tausende Freiwillige, besonders viele junge Engagierte, in den letzten Monaten solidarisch erklärt und haben auf Bahnhöfen und in Unterkünften geholfen oder eben auch Geld an wohltätige Organisationen gespendet. Diesen Organisationen nun Förderungen zu kürzen, grenzt an Verhöhnung. Ohne das Engagement dieser Organisationen und ihrer tausenden HelferInnen wäre die Situation schlichtweg nicht zu bewältigen gewesen.“

Auch Jugendorganisationen sind von der Maßnahme der Regierung direkt betroffen. Johanna Tradinik dazu: „Es ist tragisch wie mit den Organisationen, die täglich so wichtige und großartige Arbeit leisten, hier umgesprungen wird. Und jedeR Einzelne, der/die sie dabei finanziell oder tatkräftigt unterstützt hat – wie zum Beispiel viele unserer Mitgliedsorganisationen - wird nun rückwirkend dafür bestraft.“

Tradinik führt weiter aus: „Selbst wenn diese Vorgehensweise nun als vertraglich verankert argumentiert wird, hätte eine solche Vertragsklausel von Anfang an einfach nicht eingesetzt werden dürfen. Die Frage, die sich für uns auch stellt, ist was die Bundesregierung mit einer solchen Aktion bezweckt. Was wir jetzt brauchen, wären Maßnahmen der Bundesregierung, die das Engagement und die Hilfsbereitschaft von Einzelpersonen schätzen, motivieren und fördern. Sie machen jedoch gerade genau das Gegenteil davon.“

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