Neues Volksblatt: "Wochenmarkt" von Harald GRUBER

Ausgabe vom 21. März 2016

Linz (OTS) - Von allem ein bisserl, aber nirgendwo etwas Scharfes: so schlendert der grün-gesinnte Präsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen derzeit über den politischen Wochenmarkt. Dabei darf es der nette Herr Professor aber nicht belassen! Wer vom Volk gewählt werden möchte, muss dem Volk seine Ideen und Meinungen klar mitteilen. Auch die Konkurrenz bzw. die Wähler müssen dafür sorgen, dass Van der Bellen jetzt Klartext spricht.
Gerade in der Flüchtlingsfrage. Bislang lassen sich die Wortfetzen des Wirtschaftsprofessors zu diesem Thema nämlich nur zu einem „Schauen wir mal, wird schon werden“ verknoten.
Da ein bisserl Kritik an 25 destruktiven EU-Staaten, dort ein bisserl Warten auf eine nachhaltige Befriedung Syriens. Hier ein bisserl Verständnis für den Ärger der Österreicher, im gleichen Atemzug aber Kritik an Obergrenze, Grenzkontrollen und Asyl auf Zeit. Hier „prinzipiell Verständnis, dass man an irgendeiner Außengrenze registriert, wer kommt“, aber gleichzeitig Applaus für eine Aufhebung der Dublin-Regelung und dazu die Warnung vor einer Überforderung der Griechen. Hier der Aufruf zur Forcierung der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei, dort aber das „sofern das Land Bedingungen erfüllt.“ Was nun, Herr Professor? Ihr Berufsfeld Ökonomie sollte Sie doch lehren: es gibt nicht ein bisserl Plus und ein bisserl Minus. Es gibt nur Entweder-Oder. Plus oder Minus. Nur so liegen die Dinge dann klar auf dem Tisch.

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