Karas begrüßt EU-Türkei-Einigung: "Beginn einer geordneten Flüchtlingsaufnahme"

Karas bedauert, dass keine Lösung für Leid in Idomeni gefunden wurde

Brüssel, 18. März 2016 (ÖVP-PD) Als "Beginn einer
geordneten Flüchtlingsaufnahme und neuer legaler Zugangswege"
hat der Europaabgeordnete Othmar Karas die heutige Einigung
zwischen der EU und der Türkei auf ein Abkommen zur
Bewältigung der Flüchtlingskrise begrüßt.****

"Die Einigung ist ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtbild
und ein großer Schritt, aber das Gesamtproblem ist damit noch
nicht gelöst. Auch die anderen geplanten Maßnahmen wie die Ursachenbekämpfung, der solidarische Verteilungsschlüssel der Flüchtlinge auf alle Länder und anderes müssen jetzt so
schnell wie möglich in die Tat umgesetzt werden", betonte
Karas.

"Wir haben in den letzten Monaten zu oft Gipfelbeschlüsse gesehen, die von einzelnen Staaten ausgebremst worden sind.
Jetzt geht es um die Glaubwürdigkeit und die Solidarität in
der EU. Der positive Schwung von heute muss nun für die
anderen ausstehenden Maßnahmen genutzt werden", so der Europapolitiker.

Gleichzeitig fordert Karas die sofortige Einführung einer gemeinsamen EU-Grenz- und Küstenwache und neuer geregelter,
legaler Zuwanderungsmöglichkeiten. "Nur wenn Europa volle
Kontrolle über seine Außengrenze hat, kann uns niemand
erpressen. Der Außengrenzschutz darf nicht vom Gutdünken der Anrainerstaaten abhängig sein, sondern muss gemeinsame Zuständigkeit der gesamten EU werden", so Karas.

Karas bedauert, dass keine Lösung "für das für alle
deutlich sichtbare Leid der Menschen" im improvisierten Lager
von Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze gefunden
wurde. "Die Bilder sind unerträglich, mahnen uns täglich und stehen für die vielen Unzulänglichkeiten im Umgang mit den Flüchtlingen in Europa. Der geplante Rückführungs- und Abholmechanismus für Bürgerkriegsflüchtlinge ist noch keine Lösung für die akute Not", betonte Karas.

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