Neues Volksblatt: "Näher zum Bürger" von Heinz Wernitznig

Ausgabe vom 18. März 2016

Linz (OTS) - Nur allzu verständlich ist der Frust bei der oberösterreichischen Polizeiführung trotz der erfreulichen Entwicklung bei den Anzeigen im vergangenen Jahr, die sogar dem freiheitlichen Sicherheits-Landesrat Elmar Podgorschek ein großes Lob entlockte. Denn was nützen die positiven Zahlen, wenn das subjektive Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung gesunken ist?
Um so wichtiger ist es daher, dass die Exekutive die Bürger stärker in die polizeiliche Arbeit einbinden will. Ein Gebot der Stunde ist es auch, jene Schutzsuchenden, die hierzulande um Asyl angesucht haben, möglichst rasch zu integrieren und gleichzeitig ein Auge auf sie zu haben. Ansonsten besteht die Gefahr von Radikalisierungstendenzen und Parallelgesellschaften. Denn nur wer genau weiß, was in diesen Gruppen vor sich geht, kann auch rechtzeitig gegensteuern, wenn es zu Fehlentwicklungen kommt.
Aber auch jeder Einzelne kann zu seiner Sicherheit etwas beitragen. Das sollte aber nicht in der Anschaffung einer Schusswaffe bestehen, die vor allem das Risiko eines Unfalles erhöht. Vielmehr geht es darum, es Einbrechern nicht zu leicht zu machen, indem man sich etwa Zusatzschlösser zulegt.
Gut beraten wären auch alle jene, die sich vor den Fremden fürchten, nicht jedes Gerücht ungeprüft zu übernehmen. Denn wie die Zahlen zeigen, wird nur ein kleiner Teil dieser Menschen bei uns kriminell.

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