Nationalrat – Unterrainer: EU-Regelung zu Pauschalreisen im Sinne des Tourismus entschärft

Wien (OTS/SK) - Heute steht die Umsetzung einer EU-Richtlinie über Pauschalreisen auf der Tagesordnung des Nationalrates. SPÖ-Tourismussprecher Maximilian Unterrainer sieht die EU-Richtlinie kritisch, führt sie doch zu mehr bürokratischen Kosten für die Hotellerie sowie zu einer höheren Kammerumlage. Wer Kombi-Angebote bei Zimmerbuchungen anbietet, tritt nach EU-Recht nun auch als Reisebüro auf, mit allen verbundenen Auflagen. Es sei aber erfreulich, dass es gelungen sei, dem ursprünglichen Richtliniensatz „die Giftzähne zu ziehen“, so Unterrainer. ****

Im Gegensatz zum ursprünglichen Entwurf gilt es erst als Pauschalreise, wenn neben der „Hauptleistung“ der Unterbringung andere touristische Dienstleistungen mindestens 25 Prozent des Gesamtpreises ausmachen. Außerdem machen zwei geringfügige Dienstleistungen zusätzlich noch nicht automatisch eine Pauschalreise aus. Nachträglich vor Ort gebuchte Leistungen führen des Weiteren zu keiner Pauschalreise. Außerdem habe er, so Unterrainer, sich sofort dafür eingesetzt, dass Kombiangebote erhalten bleiben können und dass durch die zweite benötigte Gewerbeberechtigung nicht noch höhere Kosten bei der Wirtschaftskammer entstehen.

Unterrainer wies auf die große Bedeutung des Tourismus für die heimische Wirtschaft hin: „Jeder fünfte Arbeitsplatz ist durch die Tourismusbranche gesichert. Knapp 500.000 Menschen haben zumindest einen Tag im letzten Jahr im Tourismus gearbeitet. Einnahmen von 15,5 Mrd. Euro und Ausgaben unserer Gäste in der Höhe von 35,9 Mrd. Euro sind beeindruckende Zahlen! Daher ist es wichtig, dass die Branche auch jene Rahmenbedingungen erhält, um sich bestmöglich entwickeln zu können und die hohen individuellen Erwartungen und Wünsche unserer Gäste zu befriedigen.“ (Schluss) ah/mr

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