LH Platter: „Senden wir ein Zeichen der Stärke und Entschlossenheit nach Brüssel“

Tirols Landeshauptmann appelliert bei Landtagssitzung, bei sektoralem Fahrverbot gegenüber der EU Einigkeit zu zeigen. Tempo 80 auf Autobahnen ist für ihn kein Thema.

Innsbruck (OTS) - Bereits gestern hat die Tiroler Landesregierung die stufenweise Einführung des sektoralen LKW-Fahrverbots für bestimmte Güter beschlossen. 200.000 LkW´s könnten damit von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Am Beginn der heutigen Landtagssitzung hat LH Günther Platter an die Abgeordneten des Tiroler Landtages appelliert, die Linie der Tiroler Landesregierung gegenüber der Europäischen Union mitzutragen und damit ein Zeichen der Stärke und Entschlossenheit nach Brüssel zu senden. „Wir Tirolerinnen und Tiroler haben ein Recht darauf, ein Leben in einer intakten und gesunden Umwelt zu führen. Die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene ist dafür eine notwendige Voraussetzung und für mich deshalb alternativlos. Wir sind der EU beim sektoralen Fahrverbot mit der Einführung von Tempo 100 bereits weit entgegen gekommen. Dass die Union nun plötzlich Tempo 80 als Bedingung fordert, ist nicht mehr hinnehmbar. Irgendwann ist das Maß voll und der Plafond erreicht“, sagte Platter in Richtung Brüssel. Die EU dürfe sich angesichts solcher Entscheidungen nicht wundern, wenn ihr die Bevölkerung immer mehr den Rücken zukehre und die Zustimmung in den Keller gehe.

Jetzt, so Tirols Landeshauptmann Platter, sei es notwendig, Geschlossenheit zu zeigen: „Verkehrsminister Gerald Klug und Umweltminister Andrä Rupprechter haben mir bereits zugesichert, dass sie die Entscheidung Tirols, das sektorale Fahrverbot schnellstmöglich wieder einzuführen, in Brüssel verteidigen werden." Platter hofft, dass auch der Tiroler Landtag einstimmig diesen Weg unterstützen wird: "Zeigen wir Enigkeit. Wir alle sind den Menschen in unserem Land verpflichtetet und stehen ihnen gemeinsam im Wort.“

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