FPÖ-Mayer: Während über Verschärfung legalen Waffenbesitzes diskutiert wird, wird in Brüssel vollautomatisch geschossen

"Eine Verschärfung des legalen Waffenbesitzes wird zu keiner Beruhigung der derzeitigen terroristischen Bedrohung beitragen"

Wien (OTS) - Als "tragische Ironie des Schicksals" bezeichnete der freiheitliche EU-Abgeordnete Dr. Georg Mayer die gestrige Anhörung im Ausschuss für Verbraucherschutz über den Vorschlag der Kommission zur Verschärfung der europäischen Waffenrichtlinie. "Die Ironie, dass in Brüssel mit anscheinend illegalen vollautomatischen Schusswaffen, die dank offener Grenzen durch ganz Europa geschmuggelt werden können, Menschenleben gefährdet werden, während zur selben Zeit die EU hunderttausende gesetzestreuer Bürger unter Generalverdacht stellt, ist an Tragik kaum zu überbieten", so Mayer. Bei der gestrigen Anhörung über eine Verschärfung des legalen Waffenbesitzes im Europäischen Parlaments kam es währenddessen unweit in Brüssel zu einer wilden Schießerei mit einer vollautomatischen Kalaschnikow, bei der vier Polizisten verletzt und einer der Attentäter getötet wurden.

Mayer forderte, dass das Problem an der Wurzel gepackt wird anstatt rechtschaffenen Bürgern ihr Recht auf Selbstschutz zu nehmen. "Dem illegalen Waffenhandel muss durch effektive Grenzkontrollen Einhalt geboten werden. Die Diskussion darüber, wie es gesetzestreuen Bürgern erschwert werden soll Waffen zu besitzen oder zu erwerben, geht an der Aufgabenstellung völlig vorbei. Im Gegenteil, es braucht endlich effektive Kontrollen an den Binnengrenzen und eine stärkere Überwachung üblicher Schmugglerrouten vom Balkan oder aus der Ukraine", so Mayer.

"Eine Verschärfung des legalen Waffenbesitzes wird zu keiner Beruhigung der derzeitigen terroristischen Bedrohung beitragen. Die FPÖ lehnt eine weitere Verschärfung des Waffenrechts ab, da unter anderem die österreichische Gesetzgebung den Besitz und den Erwerb von Schusswaffen ausreichend reglementiert", betonte Mayer.

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