Schwentner ruft trotzige Ministerinnen Karmasin und Heinisch-Hosek zurück an den Start

Grüne: Reform des Kinderbetreuungsgeldes gesellschaftspolitisch notwendig

Wien (OTS) - "Zwei Jahre zu verhandeln, um dann am Ende draufzukommen, dass man bei Neuerungen wie dem Papamonat nicht einmal den Minimalkonsens auf Kündigungsschutz für Väter zusammenbringt, ist ein Armutszeugnis für diese Regierung. Worüber haben sich die beiden Ministerinnen all die Jahre unterhalten? Jetzt daraus einen Riesenkrach zu inszenieren und die gesamte Reform abzublasen, ist wohl übertrieben. SPÖ und ÖVP sollen ihre Trotzphase beenden und im Sinne der Familien zu Ende verhandeln", fordert die Sozialsprecherin der Grünen, Judith Schwentner.

Der Papamonat ohne Rechtsanspruch und Kündigungsschutz ist nicht die einzige Schwachstelle dieser Reform. "Das Kinderbetreuungsgeld-Konto ist gespickt mit Hürden für Familien, hält an der Benachteiligung Alleinerziehender fest und setzt auf einen Partnerschaftsbonus, der es nicht wert ist, eine Auszeit zu nehmen. Das Gesetz ist zudem so komplex, dass Eltern mittlerweile ein Jus-Studium brauchen, um zu entscheiden, welche Auszeit für sie am besten ist", erläutert Schwentner.

Mit der Reform des Kinderbetreuungsgeldes hätte Familienministerin Karmasin gesellschaftspolitisch einiges verändern können. Wie nämlich Eltern künftig ihre Auszeit bei den Kindern gestalten, ist sowohl entscheidend für die Beziehung von Vätern und Müttern zu ihren Kindern, als auch für die gesamte Erwerbsbiografie.

"Wenn Ministerin Karmasin bei der Reform nicht nur die Interessen der Wirtschaft berücksichtigt und sich die Frauenministerin künftig nicht nur zurücklehnt und ihrer Kollegin beim Scheitern zusieht, sehe ich noch die Chance für eine wirkliche Reform. Daher: zurück an den Verhandlungstisch", fordert Schwentner.

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