SP-Klubklausur - Ludwig/Papai/Zatlokal: Mehrwert durch sanfte Stadterneuerung

Derzeit laufende Sanierungen im 15. und 21. Bezirk beispielhaft für erfolgreichen Wiener Weg

Wien (OTS/SPW-K) - Eine Erfolgsbilanz, die vielerorts in Wien sichtbar ist: Seit mehr als 40 Jahren geht die Stadt den Weg der sanften, sozial orientierten Stadterneuerung. Gebäude mit rund 310.000 Wohnungen wurden bislang unter Einsatz von Wohnbaufördermitteln im Umfang von 4 Mrd. Euro saniert.

„Aktuell sind 395 Wohnhäuser mit mehr als 28.000 Wohneinheiten in Sanierung oder Sanierungsvorbereitung, in die Fördermittel von insgesamt 428 Millionen Euro fließen. 1,2 Milliarden Euro machen die Gesamtbaukosten dafür aus – eine Summe, die deutlich macht, dass die Sanfte Stadterneuerung auch für die heimische Wirtschaft und die Sicherung von Arbeitsplätzen eine entscheidende Rolle spielt“, betonte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig bei der Wiener SPÖ-Klubtagung in Floridsdorf.

Die Förderungen der Stadt Wien machten und machen die gewaltige Leistung im Bereich der Stadterneuerung erst möglich. „Sie stehen für weit mehr als eine Initialzündung und einen Anreiz für private Hauseigentümerinnen und -eigentümer ihre Immobilien sanieren zu lassen. Ihr Mehrwert liegt vor allem in den damit verknüpften Mieterschutzbestimmungen und hohen Qualitätsstandards“, so der Wiener Wohnbaustadtrat. Insbesondere durch Blocksanierungen, bei denen Grätzel liegenschaftsübergreifend modernisiert werden, gelingt es, die Lebens- und Wohnqualität für die ortsansässige Bevölkerung deutlich zu verbessern.

„Stadterneuerung ist ein lebendiger Prozess, der Wien kontinuierlich weiterverfolgt und -entwickelt. Zwei aktuelle große Blocksanierungsgebiete im 21. und im 15. Bezirk zeigen, wie es der Stadt gelingt, Schritt für Schritt einen Aufwertungsprozess in Gang zu setzen. Bei beiden Sanierungsinitiativen – für das Gebiet am Floridsdorfer Spitz sowie das Grätzel Reindorf in Rudolfsheim-Fünfhaus – konnten bereits sichtbare Erfolge erzielt werden“, unterstrich Ludwig. So wurden im 21. Bezirk drei Liegenschaften mit insgesamt 106 Wohneinheiten gefördert thermisch-energetisch saniert. In Reindorf wurden Förderansuchen zu sieben Liegenschaften gestellt.

Sanierungsinitiative Floridsdorf - Am Spitz =

Die Stadterneuerungsinitiative „Gemeinsam für Floridsdorf“ umfasst elf Baublöcke mit insgesamt 180 Liegenschaften im Zentrum des 21. Bezirks. Die sozial orientierte Stadtteilaufwertung – unterteilt in die Blocksanierungsgebiete „Spitz Süd“ und „Spitz Nord“ – wird in den kommenden Jahren maßgeblich das Wiener Stadterneuerungsprogramm prägen.

Geplant sind geförderte Sanierungen, die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum durch Neubau, generell eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität in Straßen, auf Plätzen und in Parks sowie die Förderung der Nahversorgung.

„Gemeinsam für Floridsdorf konnten bereits mehrere Projekte in Angriff genommen werden. Das Motto lautet: Neue Impulse für das Bezirkszentrum! - So sorgt mittlerweile ein Fair Play Team fürs gute Miteinander und mehr Polizeipräsenz stärkt die Sicherheit. Gratis WLAN, attraktive Sitzbereiche und eine Sauberkeitsoffensive runden das Maßnahmenpaket ab“, führte Floridsdorfs Bezirksvorsteher Georg Papai Beispiele der Initiative im 21. Bezirk an.

In Sachen Neu- und Umbau verwies er unter anderem auf das Projekt „Wellenlandschaft“, das das ehemalige Weisselbad unter Einbeziehung historischer Fassaden ersetzen wird und auf das ehemalige Woolworth-Gebäude, das mit modernem Gesicht eine neue Landmark im Zentrum Floridsdorf darstellen wird.

Offensive Reindorf, neues Blocksanierungsgebiet Rustendorf =

Insgesamt 24 Baublöcke mit 270 Liegenschaften stehen seit April 2014 im Zentrum der Sanierungsoffensive Reindorf. Aufgrund der Größe des Gebietes wurden es in die Blocksanierungen „Nord“, „Ost“ und „Süd“ unterteilt, die zeitgleich bearbeitet werden. Nun gesellt sich mit Rustendorf ein weiteres nördlich direkt angrenzendes Blocksanierungsgebiet hinzu. Dieses besteht aus 95 Liegenschaften.

„Der Erfolg der Offensive Reindorf lässt sich am Ortsbild bereits ablesen. Projekte wie beispielsweise die Totalsanierung in der Viktoriagasse 19-21 sind fertig gestellt, viele weitere Sockelsanierungen, etc. folgen demnächst. Begleitend haben wir für neue Sitzgelegenheiten und Fahrradabstellanlagen gesorgt, zusätzliche Grünelemente erhöhen die Aufenthaltsqualität merklich. Außerdem ist der BürgerInnen-Beteiligungsprozess für den Schwendermarkt Neu auf Schiene gebracht. Auch Rustendorf wird bald von der Sanften Stadterneuerung profitieren“, informierte der Bezirksvorsteher von Rudolfsheim-Fünfhaus, Gerhard Zatlokal über den intensiven Aufwertungsprozess im südlichen Teil „seines“ Bezirks.

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