FPÖ-Bundespräsidentschaftskandidat Hofer: Beschäftigung und Entlohnung für junge behinderte Menschen sicherstellen

Österreich muss Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention endlich umsetzen

Wien (OTS) - „Wie die aktuelle Studie der Kepler Universität 'In Arbeit kommen und bleiben: Geschützte Arbeit und unterstützte Beschäftigung in vergleichender Perspektive' über Anwendungsmodelle von geschützter Arbeit und unterstützter Beschäftigung in ausgewählten EU-Ländern zeigt, ist die Beschäftigung von behinderten Menschen in den einzelnen EU-Staaten völlig unterschiedlich geregelt. Aber auch innerhalb Österreichs sehen wir, dass hier jeder Träger anders agiert“, kommentiert der freiheitliche Behindertensprecher und FPÖ-Präsidentschaftskandidat Ing. Norbert Hofer die Ergebnisse der Studie: „Ich wünsche mir als Modell für die Zukunft, dass jeder behinderte Jugendliche eine - seinen Fähigkeiten entsprechende -Ausbildung erhält, um am Arbeitsleben teilhaben und ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.“

Nach wie vor sei der Arbeitslosenanteil bei behinderten Menschen doppelt so hoch als bei Nichtbehinderten, spezielle Schulungsprogramme fänden kaum statt und viele Betriebe kauften sich mittels Ausgleichstaxe frei. Und noch immer sei die Regierung bei der Umsetzung der Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention säumig, kritisiert Hofer.

Ein Referenz-Modell in der Studie bilde die oberösterreichische Maßnahme „Geschützte Arbeit“ nach dem Oberösterreichischen Chancengleichheitsgesetz. „Vor allem schwer oder mehrfach behinderte Menschen sind am ersten Arbeitsmarkt kaum vermittelbar. Hier ist es aber Aufgabe der Allgemeinheit, für eine soziale Absicherung in den Lehrwerkstätten zu sorgen und auch diesen Jugendlichen eine Entlohnung zukommen zu lassen, die in der Höhe der Mindestsicherung angesiedelt sein muss“, verlangt Hofer. Dass es nach wie vor Lehrwerkstätten gebe, in denen junge behinderte Menschen sogar Geld dafür bezahlen müssten, um arbeiten zu dürfen, sei eine Schande für Österreich und ein unhaltbarer Zustand.

Hofer: „Ich fordere daher den Sozialminister auf, eine Gesetzesinitiative zu starten, die einerseits danach trachtet, dass in allen Lehrwerkstätten Österreichs Sozialabgaben für die dort arbeitenden Jugendlichen entrichtet werden und zum anderen muss das derzeit in Begutachtung befindliche Gesetz betreffend Ausbildungspflicht für alle Jugendliche dahingehend adaptiert werden, dass behinderte junge Menschen nicht davon ausgenommen sind.“

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