Industrie zu Modellregionen: Konstruktive Diskussion notwendig

IV-GS Neumayer: Bewegung in der Diskussion positiv - An inhaltlichen Kriterien orientieren - Qualität der Bildung entscheidend

Wien (OTS/PdI) - Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßte die Aussagen von Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Bundeskanzler Werner Faymann, die im Rahmen der Bildungsreform vorgeschlagene 15-Prozent-Grenze für Modellregionen flexibler handhaben zu wollen. „Dass Bewegung in die Modellregionen-Debatte kommt, ist positiv und notwendig. Es ist allerdings noch einiges zu bedenken“, so IV-Generalsekretär Mag. Christoph Neumayer in einer ersten Reaktion. Die IV schlage vor, sich nicht ausschließlich an einer Prozentgrenze zu orientieren, sondern alternative und inhaltliche Kriterien für die Festlegung der Modellregionen heranzuziehen.

„Die 15-Prozent-Grenze soll nicht das einzige Kriterium sein, das wäre zu kurz gegriffen. Zieht man diese Grenze heran, könnten schon rechnerisch viele politische Bezirke keine Modellregion etablieren. Besonders treffen würde dies die westlichen Bundesländer, die wenig Chancen hätten, eine sinnvolle Modellregion einzurichten“, so Neumayer. Und weiter: „Es geht darum, Modellregionen als organische Einheit mit einem sinnvollem Einzugsgebiet auszugestalten. Sie müssen außerdem entlang inhaltlicher Kriterien konzipiert werden, die konstitutiv für das Gelingen einer gemeinsamen Schule sind, etwa schulische Autonomie und ein gutes pädagogisches Konzept.“

Daneben sei auch die regionale Dimension wichtig, da sie das Einzugsgebiet und die soziale Zusammensetzung der Schülerinnen und Schüler bestimme. „Aus IV-Sicht sollte die Modellregion eine gewisse Mindestgröße haben, damit die soziale Durchmischung gewährleistet werden kann.“ Bei der Frage um gemeinsame Schule und Modellregionen gehe es schließlich nicht um ideologische Fragen oder Formalia, sondern ausschließlich um die Qualität der Bildung für die Kinder und Jugendlichen. „Was einer Verbesserung und Steigerung der Qualität in der Pflichtschule dient, sollten wir mutig angehen“, so Neumayer abschließend.

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