FPÖ-Mölzer: Kärntner Landesmuseum auf Stand 1945 zurückgeworfen

"Der Rohbericht des Rechnungshofes offenbart skandalöse Zustände. Der Direktor des Kärntner Landesmuseums ist sofort zu entlassen, die politische Verantwortung umgehend zu klären"

Wien (OTS) - „Wenn da der ‚Kärntner Krone’ ein Rohbericht des Rechnungshofes vorliegt, der zahlreiche Missstände im Kärntner Landesmuseum offenbart, wird einem klar, warum vor wenigen Wochen ÖVP-Landesrat Christian Benger gemeinsam mit dem Direktor des Kärntner Landesmuseums Thomas Jerger erklärte, der Direktor werde seinen Vertrag Ende des Jahres nicht verlängern“, erkennt der freiheitlichen Nationalratsabgeordnete Wendelin Mölzer, der auch Mitglied im Kulturausschuss des Nationalrates ist, klar und deutlich eine "Flucht nach vorn" Jergers.

Neben offensichtlich zahlreichen kleineren Unregelmäßigkeiten steche vor allem die Explosion der „Rechts- und Beratungskosten“ für zahlreiche „arbeits-, sozial- und strafgerichtliche Prozesse“ ins Auge, so Mölzer weiter, der dabei auch festhält, dass es sich zumindest bei einem Teil dieser Prozesse um aus Sicht des Museums von vornherein aussichtlose Prozesse gehandelt haben dürfte: „Da ist in jedem Fall noch gesondert zu prüfen, inwieweit hier fahrlässig ein finanzieller Schaden am Museum entstanden ist.“ Denn nicht nur die direkten Prozesskosten stellen aus Sicht Mölzers einen Schaden dar, sondern auch dadurch entstandene Gehaltszahlungen für Museumsmitarbeiter, die jahrelang nicht arbeiten durften bzw. deren Posten doppelt besetzt werden mussten.

„Viel schwerwiegender ist aber der Umstand, dass sich das Museum derzeit in einem Zustand befindet, der bestenfalls mit dem im Jahre 1945 vergleichbar ist, als ins Museumsgebäude eine Bombe eingeschlagen ist", so Mölzer. Um diesen unhaltbaren Zustand zu ändern, seien aber nicht – wie der Direktor es vom Land immer wollte – neue hohe finanzielle Mittel notwendig, sondern lediglich ein Austausch der derzeitigen Museumsführung.

Verwundert sei Mölzer zunächst gewesen, warum dieser Austausch an der Museumsspitze nicht schon längst passiert sei, zumal in Insider-Kreisen die diversen, nun vom Rechnungshof offengelegten, Missstände schon lange bekannt gewesen wären. „Wenn man dann unter anderem aber hört, dass es zwischen der Museumsführung und dem politisch zuständigen Kulturressort ein Naheverhältnis gegeben hat, wird einem klar, warum hier nicht gerade hart durchgegriffen wurde“, meint Mölzer, der in diesem Zusammenhang auch darauf hinweist, dass das eine oder andere Medium im Lande ob einer gewissen Nähe zur verantwortlichen politischen Partei die besagten Missstände im Museum wohl nicht gerade offensiv aufzeigt.

„Um keinen weiteren Schaden am Museum zuzulassen, wäre eine umgehende Entlassung des Direktors in jedem Fall unumgänglich“, fordert Mölzer den zuständigen Landesrat zum Handeln auf. Dabei wäre auch eine öffentliche Ausschreibung für eine neue Museumsführung unumgänglich, damit einhergehend ein Konzept, wie man das Museum ehestmöglich wieder in Schwung bringt. Desweiteren gelte es auch, die politische Verantwortung zu klären, so der freiheitliche Abgeordnete: „Denn wenn man solchen Zuständen seitens der Politik seit Jahr und Tag zusieht, ohne zu handeln, heißt das auch für die Zukunft des Museums nichts Gutes.“

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